Internet der Dinge & Big Data: 50 Milliarden Geräte bis 2020 – doppelt so viele wie 2015

Der amerikanische Big-Data-Spezialist Teradata sieht Daten als neue Währung im Wettbewerb. Bestes Beispiel dafür sei der WhatsApp-Kauf durch Facebook.

Es ist eines der ganz heißen Themen in der IT: Das Internet der Dinge, also die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung aller Lebensbereiche und Industrien, sprich privat ebenso wie geschäftlich.

Laut einer Prognose des US-Netzwerkspezialisten Cisco wird sich die Zahl aller am Internet hängenden Geräte innerhalb von nur fünf Jahren verdoppeln: So soll das Internet der Dinge im Jahr 2020 insgesamt 50 Milliarden Smartphones, PCs, Sensoren und sonstige Geräte umfassen. 2015 beträgt die entsprechende Zahl gerade mal 25 Milliarden.

Wachsende Zahl vernetzter Geräte treibt Datenmengen 

Im gleichen Maß explodieren die Datenmengen, welche jene Gadgets und Devices erzeugen und untereinander austauschen: Laut Cisco steigt das pro Monat von allen Tablets, Smartphones, Computern und sonstigen Heimgeräten sowie Maschinen generierte Datenmenge von rund vier Exabytes – das sind eine Trillion Bytes, also eine Eins mit 18 Nullen – in diesem Jahr auf gut elf Exabytes im Jahr 2016.

Kein Wunder also, dass Big Data, also die Aufbereitung und Analyse dieser immer größer werdenden Datenflut, eine der größten Herausforderungen des beginnenden Datenzeitalters darstellt. Allein in Deutschland sollen sich die Umsätze in jenem Geschäft bis 2016 auf 14 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.

Vision vom Daten-getriebenen Unternehmen

Teradata, Software-Anbieter aus den USA und einer der Marktführer jenes Segments, hat auf seiner europäischen Kundenkonferenz „Universe“ Anfang der Woche in Prag das „Daten-getriebene Unternehmen“ propagiert: Nur solche Firmen werden sich in Zukunft gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen können, die in der Lage sind, die von Kunden wie von Maschinen erzeugten Daten für bessere Produkte und Dienstleistungen auswerten können – und das in Echtzeit.

„In jener Ära sind Daten die neue Währung im Wettbewerb“, so Hermann Wimmer, Chef des internationalen Geschäfts, gegenüber der WirtschaftsWoche. Wie wertvoll Daten seien, dafür gebe es bereits ein plakatives Beispiel: Den Kauf von WhatsApp durch Facebook für 19 Milliarden Dollar: „Dabei spielte weder die Technologie noch der Umsatz eine Rolle – sondern die Daten der 450 Millionen Nutzern.“

Weitere Daten zum Internet der Dinge in untenstehender Infografik. Zum Vergrößern zwei Mal anklicken – wird beim ersten Mal kleiner.

Quelle: Exigent Networks

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Alle Kommentare [2]

  1. finde den Gedanken an diese Zahlen auf der einen Seite ziemlich beängstigend, auf der anderen Seite freue ich mich so sehr darauf alles zukünftig mit dem Computer steuern zu können.

  2. Ich finde diese Entwicklung sehr spannend. Die Frage ist nur: Wie wird es um unsere Sicherheit bestellt sein? Werden wir irgendwann alle eine Art Home-Antivirusprogramm haben und ständig updaten… und irgendwann ist unsere Wohnung von einem Virus befallen? Nach dem Motto: „Sorry, ich kann heute nicht rausgehen, da wir uns einen Virus eingefangen haben und die Türen nicht aufgehen. Habe schon einen Ticket aufgemacht…“ ?? :)