Big Data 2013: 2,5 Exabyte – das entspricht gut 4 Millionen Festplatten – und zwar jeden Tag

Die Datenvolumina steigen rasant an. 90 Prozent aller weltweiten Daten wurden erst in den letzten zwei Jahren erzeugt. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Dass die immer stärker anschwellenden Datenmengen insbesondere für Unternehmen eine wichtige Herausforderung darstellen, hatte ich erst in der vergangenen Woche hier im Blog berichtet: Laut einer aktuellen Studie von TNS Emnid sehen nämlich acht von zehn hiesige Firmen in Deutschland Big Data als ein großes Trendthema in den kommenden Jahren.

Die schlechte Nachricht: Zumindest die hiesigen Unternehmen investieren bisher nicht in entsprechende neue Technologien, sondern verlassen sich auf die bereits vorhandene IT. Dass dies aller Voraussicht nach ein Fehler ist, untermauert eine Infografik, die das amerikanische Portal „Cloud Reviews“ rund um Big Data im Jahr 2013 zusammengestellt hat.

Auch Handelskonzerne und Forschungseinrichtungen sind Wachstumstreiber

Demnach werden aktuell rund um den Globus 2,5 Exabyte erzeugt, das sind 2,5 Milliarden Gigabyte oder gut vier Millionen Notebook-Festplatten – wohlgemerkt an jedem Tag. In jeder Sekunde bewegen sich aktuell mehr Daten im Web, als vor zwanzig Jahren im kompletten Internet gespeichert waren. Insgesamt wurden 90 Prozent aller weltweit verfügbaren Daten erst in den vergangenen zwei Jahren kreiert.

Haupttreiber der Datenflut sind Internetdienste wie etwa am Donnerstag in der vergangenen Woche erfolgreich an der Börse gestartete Kurznachrichtendienst Twitter. Er allein verzeichnet rund 340 Millionen Tweets an jedem Tag.

Aber auch Handelskonzerne mit ihren Millionen Kunden weltweit sind fleißige Datensammler. Allein der US-Riese Walmart speichert pro Stunde 2,5 Petabyte Daten aus allen Verkaufstransaktionen rund um den Globus. Weitere Treiber sind beispielsweise Finanzdienstleister wie Banken und Versicherungen, der Gesundheitssektor bis hin zu Uni- und Forschungseinrichtungen.



Quelle: CloudReviews.com

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Alle Kommentare [2]

  1. Lieber Herr Kroker,

    Ihren Ausführungen kann ich nur zustimmen. Auch auf der diesjährigen Tagung unserer Anwendervereinigung „Bull User Society“ war Big Data das treibende Thema, das alle unsere Kunden – vom Mittelständler bis zum großen Versicherungskonzern – bewegt.

    Neben der Bewältigung der immer rascher wachsenden Datenflut sehen wir – wie auch unsere Kunden – vor allem aber die Herausforderung, wie man aus unstrukturierten Daten geschäftsrelevante Informationen ableiten bzw. gewinnen kann. Auch modernste Speicherlösungen wie z.B. Isilon unseres Technologiepartners EMC können hier nur teilweise zur Lösung beitragen.

    Gefordert sind vor allem neue Berufsbilder wie der „Data Analyst“. Bei Bull sind wir bestrebt, junge Talente in diese Richtung zu entwickeln, um unsere Kunden bei Ihren IT- und Wachstumsstrategien zu beraten und zu unterstützen.

    Herzliche Grüße,
    Gerd-Lothar Leonhart, GF Bull GmbH

  2. Dem kann ich nur zustimmen, doch neben der immer größeren Ansammlung an Daten, stellt sich meiner Meinung nach stärker die Frage der Bewältigung dieser Datenflut in einem Unternehmen. Was nützt das Sammeln von Unmengen an Daten, wenn man diese nicht nutzt? Ich habe dazu einen anderen auch sehr interessanten Blog gelesen. Hier der Link falls es jemanden interessiert.

    Beste Grüße.