Zwei Drittel der deutschen Unternehmen sind nicht bereit für die Data Economy

Immerhin sechs von zehn hiesigen Firmen haben es sich zum Ziel gesetzt, ihr gesamtes Unternehmen für den Umgang mit Daten zu qualifizieren.

Heutzutage wollen viele Unternehmen Daten-gesteuert arbeiten aber nur wenige erfüllen tatsächlich die Voraussetzungen, um an der Data Economy teilzunehmen. Eine der dafür zentralen Voraussetzungen ist die Fähigkeit, Daten kontrolliert über Unternehmensgrenzen hinweg teilen und Daten Dritter nahtlos in die eigenen Systeme integrieren zu können.

Doch nur gut ein Drittel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 250 Millionen Dollar geben an, dass sie dies beherrschen (35 Prozent; international: 45 %). Anders ausgedrückt: Zwei Drittel der hiesigen Firmen sind nicht bereit für die Data Economy. Das ist der zentrale Befund einer aktuellen Studie des amerikanischen Datenspezialisten Snowflake.

Fast die Hälfte aller Unternehmen hat einen leitenden Angestellten bestimmt, welcher für die Umsetzung der Datenstrategie verantwortlich ist (48 Prozent). Bei den „Data Economy Leadern“ sind das mehr als zwei Drittel. Diese besser organisierte Gruppe arbeitet mit einer breiteren Datenbasis und erzielt laut Report auch bessere Ergebnisse.

Immerhin unterstützt die Führungsebene in vielen Unternehmen das Ziel, datenorientierter zu werden (45 Prozent). Noch mehr Unternehmen – nämlich fast sechs von zehn – verfügen bereits über eine klar definierte Datenstrategie (58 Prozent).

Ähnlich viele Unternehmen haben es sich zum Ziel gesetzt, ihr gesamtes Unternehmen für den Umgang mit Daten zu qualifizieren, sprich: ein Datenkompetenzprogramm für alle Mitarbeiter einzuführen (62 Prozent).

Die Zahlen sinken erheblich, wenn Führungskräfte nach Fähigkeiten ihrer Datenplattformen gefragt werden: Nur ein Viertel verfügt über leicht skalierbare und elastische Systeme (23 Prozent), drei Viertel haben hingegen mit Ausfällen oder Störungen zu kämpfen (77 Prozent).

Weniger als ein Viertel kann externe Daten aus neuen Quellen nahezu in Echtzeit integrieren (23 Prozent) und noch weniger geben an, dass ihre Lösung die gemeinsame Nutzung und den Zugriff auf Live-Daten nahezu in Echtzeit ermöglicht, ohne dass diese kopiert und verschoben werden müssen (15 Prozent).

Weitere Zahlen & Fakten des Data Economy Benchmark von Snowflake in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Snowflake

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