Fast zwei Drittel der Unternehmen haben bereits Projekte zum Process Mining gestartet

Vier von fünf Firmen glauben, dass Process Mining Mehrwerte liefert – vor allem durch Prozessverbesserungen, Transparenz und Kostenreduktion. 

In der vergangenen Woche machte das Münchner Software-Unternehmen Celonis wieder einmal von sich reden: Das Team um Gründer Bastian Nominacher konnte eine Finanzerungsrunde in Höhe von einer Milliarde Dollar vermelden. Dadurch ist Celonis nunmehr über zehn Milliarden Dollar wert – das erste Decacorn aus Deutschland überhaupt, wie Nominacher im WiWo-Interview erläuterte.

Grund für den Hype um Celonis: Die Münchner sind Pioniere im so genannten Process Mining, einer noch recht jungen Technologie zur datengestützten Prozessoptimierung in unternehmensweiten Softwaresystemen.

Die Unternehmensberatung Deloitte hat nun erstmals die Verbreitung und Erfolgsfaktoren für den Einsatz von Process Mining untersucht. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Studienergebnisse exklusiv vorab.

Demnach haben fast zwei Drittel der Unternehmen bereits mit der Implementierung von Process Mining begonnen (63 Prozent). Mehr noch: Vier von fünf Befragten planen eine globale Ausweitung ihrer Initiativen (83 Prozent).

Ähnlich hoch sind die Erwartungen in der neuen Technologie. So glauben 84 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass Process Mining Mehrwerte liefert, vor allem durch Prozessverbesserungen, Transparenz und Kostenreduktion.

Bei knapp einem Drittel der Unternehmen hat sich bereits ein erster Nutzen eingestellt: So geben 31 Prozent der Befragten an, dass Maßnahmen zur Prozessverbesserung wie etwa Automatisierung konkrete Mehrwerte erzeugt haben.

Eines fällt auf: Europa liegt hier bei der Entwicklung im internationalen Vergleich noch ganz vorne, Process Mining wird aktuell vor allem von europäischen Firmen vorangetrieben und genutzt – unter anderem wegen Playern wie Celonis.

Weitere Zahlen & Fakten zur Verbreitung und zu den Erfolgsfaktoren von Process Mining in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Deloitte

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