Nur die Hälfte der deutschen Unternehmen schöpft das volle Potenzial ihrer Daten aus

Nur ein Drittel der Manager weiß, wie viele Daten das eigene Unternehmen sammelt – und nur 40 Prozent, welche Art von Daten erfasst werden.

Unternehmen wissen zwar ganz genau, welche Bereiche ihres Geschäfts sie mithilfe ihrer Daten optimieren wollen, allerdings fehlt den meisten der dafür benötigte Überblick über ihren gesamten Datenbestand.

Allerdings weiß nur ein knappes Drittel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen, wie viele Daten ihre Firma sammelt (32 Prozent), während lediglich zwei von fünf bewusst ist, welche Art Daten sie erfassen (40 Prozent). Das ist der zentrale Befund einer Studie des Daten-Management-Anbieters Aparavi unter deutschen Geschäftsführern, Managern und IT-Entscheidern. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

So erklärte lediglich jeder fünfte Studienteilnehmer, dass sein Unternehmen aktiv mit allen vorhanden Daten arbeiten (20 Prozent), während ein weiteres Drittel (34 Prozent) angab, sich immerhin fast alle Daten zunutze zu machen.

Im Ergebnis bedeutet dies allerdings, dass nur etwas mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen nahezu das volle Potenzial ihrer Daten ausschöpft. Bei den anderen sind Daten zwar auch in großen Mengen vorhanden, aber sie sind nicht in der Lage, sie im benötigten Ausmaß zu verwenden. Diese Datenproduktivitätslücke gefährdet das Erreichen der Unternehmensziele und damit den nachhaltigen Erfolg.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: unter den Befragten, die nicht mal einen ungefähren Überblick über die in ihren Unternehmen vorliegenden Daten haben, sieht dies fast jeder Zweite nicht als seine Aufgabe an (46 Prozent). Ein weiteres Viertel räumt dieser Aufgabe keine Priorität ein (25 Prozent).

Darüber hinaus gab auch ein Fünftel aller Befragten jeweils an, dass es ihnen zu zeitaufwendig ist oder sie schlicht nicht wissen, wie sie sich eine Übersicht verschaffen sollen (19 Prozent).

Unter den Studienteilnehmern, die laut eigener Aussage bislang nur die Hälfte oder weniger ihrer Daten nutzen, möchten zwar knapp zwei Drittel in Zukunft ihre Unternehmensdaten aktiver verwenden (63 Prozent). Dennoch sehen 43 Prozent dabei ein konkretes Problem: Zeitmangel.

Aufgrund der täglich weiter anwachsenden Datenmengen wird es für Unternehmen immer schwieriger, alle für eine Entscheidung wichtigen Daten schnell bereitzustellen. Auch die scheinbar hohen Kosten für entsprechende Lösungen sehen 14 Prozent als einen Grund, der sie weiterhin daran hindert, aus ihren Daten stärker Mehrwerte zu generieren.

Dabei haben die befragten Führungskräfte konkrete Vorstellungen, wofür sie die von ihrem Unternehmen gesammelten Daten einsetzen wollen würden: Die meistgenannte Antwort war die Optimierung von Betriebsabläufen (51 Prozent) – in großen Unternehmen stimmten sogar zwei Drittel dem zu (67 Prozent) – gefolgt von der Kostenoptimierung (41 Prozent) und der Personalisierung von Angeboten und Dienstleistungen (33 Prozent) sowie der Datenaustausch mit Geschäftspartnern (30 Prozent).

Weitere Zahlen & Fakten zur Datenproduktivitätslücke in deutschen Unternehmen in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Aparavi

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Alle Kommentare [1]

  1. Ich denke, dass man bei Investition in IT, Digitalisierung sowie Beratungen sich nicht zurückhalten sollte. Ich bin derzeit dabei, mit eine Digital Marketing Agentur mit technischem Know-How auszusuchen und bin hier unter https://www.onlinesolutionsgroup.de/seo-agentur-berlin/ auch auf die interessante Förderungsmöglichkeit der go-digital Initiative aufmerksam geworden. Sowas wird selten angeboten und ich finde es hochinteressant.