Putzen, kochen, schlafen – das machen die Deutschen heimlich während Videokonferenzen

Die Hälfte der Deutschen nutzt ihre Zeit während Online-Meetings auch schon mal anders: Zu den beliebtesten Nebenbeschäftigungen bei langweiligen Video-Sessions gehören Online-Shopping, kochen und privates lesen. 

Die seit gut anderthalb Jahren währende Corona-Pandemie hat wegen dem Trend hin zu Home Office und mobilen Arbeiten insbesondere das Thema Videokonferenzen massiv beflügelt, wie ich auch in diversen Beiträgen hier im Blog immer wieder herausgearbeitet habe.

Nun ist die Homeoffice-Pflicht in Deutschland zwar gut einen Monat vorbei – und immer mehr Menschen kehren zurück in die Büros. Doch auch künftig wird in praktisch allen Meetings mindestens ein Teilnehmer virtuell dazugeschaltet sein.

Aber was passiert, wenn sich eine Videokonferenz mal wieder hinzieht und einem vor Langeweile die Augen schwer werden? Die Nebenbei-Aktivitäten der Deutschen während Zoom, Teams & Co. haben jetzt der amerikanische Netzwerkausrüster Cisco und der Meinungsforscher Civey in einer Umfrage ermittelt.

Demnach findet gut jeder dritte Deutsche mindestens 60 Prozent seiner Videokonferenzen langweilig; fast jeder Zehnte sagt sogar, dass keiner ihrer Calls interessant sei.

Wenig verwunderlich also, dass die Hälfte der Deutschen ihre Zeit während Online-Meetings auch schon mal anders nutzen: Gut jeder sechste Befragte gab an, während einer Videokonferenz schon einmal geduscht, gebadet oder sogar die Toilette benutzt zu haben (16 Prozent).

Sechs Prozent hingegen lassen sich nebenbei vom Fernseher berieseln, während sieben Prozent tatsächlich schon einmal während eines Online-Meetings eingeschlafen sind. Viele erledigen zudem gleichzeitig ihren Haushalt: Sechs Prozent gaben an, nebenbei schon einmal geputzt, acht Prozent Wäsche aufgehängt zu haben.

Zu den beliebtesten Nebenbeschäftigungen der Deutschen während langweiliger Videokonferenzen gehören Online-Shopping (20 Prozent), kochen oder essen (24 Prozent) und privates lesen (25 Prozent). Doch selbst nach mehr als einem Jahr Corona sagt immerhin jeder Zweite, dass er noch nie etwas nebenher gemacht hätte (50 Prozent).

So sitzen mehr als die Hälfte der Befragten langweilige Calls einfach aus (60 Prozent). Eine Alternative zu Multitasking und Geduld ist jedoch die vorzeitige Flucht aus der Videokonferenz mittels Ausreden: Dazu täuschen 20 Prozent Internet-Verbindungsprobleme oder einen leeren Akku vor. Sieben Prozent erfinden ein anderes, spontanes Meeting.

Kreativ, aber selten genutzt werden folgende Strategien: bei Straßenlärm die Fenster aufmachen (1,8 Prozent), sehr lange Paketannahme (1,5 Prozent), das Vortäuschen von Bauch- oder Kopfschmerzen (1,2 Prozent) oder das organisierte Hereinplatzen von Kindern in den Raum (1,0 Prozent).

Alle Zahlen & Fakten zu den heimlichen Nebenbeschäftigungen der Deutschen während Videokonferenzen in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Cisco

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Alle Kommentare [2]

  1. Interessant. Während der Videokonferenz mit Kunden geht es um geshcäftliche Themen. Nebentätigkeiten sind höchstens Kaffee trinken 🙂 .

  2. Während einer Videokonferenz auf dem Handy privat lesen, geht. Bei einer Videokonferenz schlafen, duschen, putzen oder kochen halte ich für unmöglich, da es ja eine Videokonferenz ist, bei der man sich sieht.