82 Prozent der Mitarbeiter kennen Passwort-Risiken – die Hälfte nutzt unsichere Methoden

Jeder dritte Beschäftigte ist überfordert mit dem Merken von Login-Daten – gleichwohl nutzt nicht einmal jeder Siebte einen Passwort-Manager.

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt verändert. Ein Großteil der Mitarbeiter sitzt im Homeoffice, Meetings finden digital per Videokonferenz statt – künftig sieht so das New Normal aus. Die veränderten Arbeitsabläufe haben auch Auswirkungen auf die IT-Sicherheit von Unternehmen.

Demnach wissen 82 Prozent der Beschäftigten um die Risiken unsicherer Passwörter – und sind sich darüber im Klaren, dass sie sich um den Schutz ihrer Daten kümmern sollten. Fast die Hälfte nutzt trotzdem fragwürdige Passwort-Praktiken und unsichere Methoden. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die der amerikanische Anbieter von Passwortmanagement-Lösungen Dashlane kürzlich veröffentlicht hat.

Laut der Studie lassen sich die Befragten in vier „Passwort-Personas“ einteilen, also Typen, die ganz unterschiedlich mit dem Thema Sicherheit umgehen und damit auch die Unternehmen vor verschiedene Herausforderungen stellen:

  • Die Gewohnheitstiere: Diese Mitarbeiter machen mit mehr als einem Drittel die größte Gruppe aus. Sie verbringen viel Zeit im Internet, erledigen fast alles digital und denken dabei wenig über Sicherheit und Passwortverwaltung nach. Das Problem: Zugangsdaten merken gehört nicht zu ihren Stärken – und wenn sie den Überblick verlieren, sind sie schnell frustriert. Um das zu umgehen, machen sie es sich leicht und verwenden schwache Passwörter oder für mehrere Konten dieselben Zugangsdaten.
  • Die Unerreichbaren: Sie sind seltener online, erledigen Dinge lieber persönlich und haben kein besonders hohes technisches Verständnis. Die Unerreichbaren teilen Online-Logins nicht mit anderen, notieren sich ihre Passwörter lieber auf Zettel und verschlüsseln ihre Geräte nicht.
  • Die Effizienten: Diese Gruppe ist stets bemüht, das Beste aus ihrem persönlichen und beruflichen Leben herauszuholen. Die Effizienten erledigen alles online und das auf mehreren Geräten. Dabei streben sie immer nach dem einfachsten Weg. Oft zulasten der Sicherheit, denn damit es schnell geht, verwenden sie häufig dieselben Passwörter für mehrere Konten oder speichern diese aus Bequemlichkeit im Browser.
  • Die Kenner: Diese Gruppe ist sozusagen mit dem Internet aufgewachsen – und sich noch am ehesten der Risiken bewusst, die dort lauern können. Sie kennen sich mit der Technik aus, behalten den Überblick über ihre Online-Konten und werden seltener Opfer von Cyberattacken. Aber: Mit dem Glauben, alles unter Kontrolle zu haben, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie Passwortmanager nutzen.

Weitere Ergebnisse aus der Studie:

  • 81 Prozent halten es für unsicher, Passwörter oder Logins mit anderen Personen zu teilen
  • 78 Prozent finden es wichtig, über das Thema IT-Sicherheit informiert zu sein
  • 72 Prozent würden künftig gerne mindestens zweimal pro Woche remote arbeiten
  • 69 Prozent der Mitarbeiter nutzen mindestens einmal im Monat die “Passwort zurücksetzen-Funktion”
  • 35 Prozent sind überfordert mit dem Merken von Account-Informationen und Login-Daten
  • 15 Prozent verwenden einen Passwortmanager

Die wichtigsten Zahlen & Fakten zudem zusammengefasst in der folgenden Infografik:

Quelle: Dashlane

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