Geschichte & Zukunft von Passwörtern: Durchschnittlicher User mit 191 Passwords

Die Verwendung von Passwörtern zur User-Authorisierung startete parallel zur Entwicklung von Computern mit Mehrnutzer-Fähigkeiten Anfang der sechziger Jahre – bis heute verbunden mit vielen Nachteilen.

Das wachsende Problem mit Passwörtern im privaten wie geschäftlichen Umfeld hat sich in jüngerer Zeit zu einem immer wichtigeren Thema hier im Blog entwickelt. Kein Wunder, schließlich sind schlecht gemanagte Passwörter für 80 Prozent aller Datenschutz-Verletzungen in Firmen verantwortlich.

Trotz der erwiesenen Mängel setzen drei von zehn Unternehmen in Europa weiterhin auf Nutzername und Passwort; zwei Drittel der europäischen Firmen planen sogar, die Verwendung in Zukunft noch auszuweiten.

Damit nicht genug: Zwar wissen neun von zehn Nutzern weltweit, dass die Verwendung desselben Passworts für mehrere Konten ein Sicherheitsrisiko darstellt – gleichwohl verwenden zwei Drittel weiterhin dasselbe Passwort.

Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, als dass der durchschnittliche Unternehmensnutzer mittlerweile stolze 191 Passwörter zu managen hat – von merken kann bei solch einer Zahl schließlich keine Rede mehr sein.

Dabei ist die Nutzung von Passwort-basierten Zugriffssystemen fast so alt wie Computer selbst. Als erster Rechner mit entsprechendem Login gilt das Compatible Time-Sharing System (CTSS), einer der ersten Mehrbenutzer-Rechner mit eigenen Dateien für jeden Nutzer. Er wurde Anfang der 60er-Jahre am MIT entwickelt und bis 1973 genutzt.

Auf 1962, also nur zwei Jahre nach dem CTSS-Start, datiert der erste Passwort-Diebstahl: Der Doktorand Allan Scherr durfte nur vier Stunden pro Woche am CTSS arbeiten, er benötigte aber mehr Rechenzeit für seine Simulationen. Er bemerkte, dass er an die Passwörter anderer Nutzer gelangen konnte, indem er die Password-Datei des Rechners ausdruckte – und konnte sich so als anderer User mehrfach einloggen.

Viele weitere Zahlen & Fakten zur Geschichte und Zukunft von Passwörtern in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Beyond Identity

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