Deutsche Angestellte verschwenden im Schnitt knapp dreieinhalb Stunden pro Woche

Täglich wiederkehrende Aufgaben stehlen vielen Büroangestellten in Deutschland Arbeitszeit und führen zu Defiziten in Kernbereichen.

Büroangestellte in Deutschland verbringen im Schnitt knapp dreieinhalb Stunden pro Woche mit Aufgaben, die ihrer Meinung nach automatisiert werden könnten. Mehr als die Hälfte der Beschäftigen hat zudem das Gefühl, dass ihre Arbeit hauptsächlich aus repetitiven Aufgaben besteht (58 Prozent).

Das sind die zentralen Befunde einer Studie von UiPath, einem Anbieter für Software zur Unternehmensautomatisierung mit Hauptsitz in New York. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

Täglich wiederkehrende Aufgaben stehlen vielen Büroangestellten in Deutschland Arbeitszeit und führen zu Defiziten in Kernbereichen. So sagen 40 Prozent, dass sie aufgrund solcher zeitaufwendigen Aufgaben Kunden nicht umfassend helfen können.

Auch fehlt der Hälfte die Zeit, um neue Aufgaben in ihren täglichen Arbeitsablauf einbauen zu können (50 Prozent). Jeder Zweite würde sich deswegen wünschen, dass Teile ihres Jobs automatisiert werden (52 Prozent).

Unterstützung durch Automatisierung wünschen sich Mitarbeiter dabei besonders in den Bereichen

  • Eingabe von Daten/Erstellung von Datensätzen (59 Prozent),
  • Terminierung von Anrufen und Meetings (53 Prozent),
  • E-Mails (verfassen, antworten, erinnern) (43 Prozent).

Automatisierung wird dabei immer stärker von den Unternehmen selbst vorangetrieben. 39 Prozent der in Deutschland Befragten sagen, dass ihr Arbeitgeber verstärkt in Automatisierungssoftware investiert hat; für 9 Prozent war dies die erste Investition in dem Bereich.

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland hier deutlich hinterher: Indien und Singapur wiesen mit 51 Prozent beziehungsweise 44 Prozent die höchste Rate an Unternehmen auf, die ihre bestehende Automatisierungssoftware skalierten.

Ein bedeutender Punkt für Mitarbeiter, aber auch Unternehmen, sind Schulungen im Bereich Automatisierung. Ein Viertel (24 Prozent) der Befragten in Deutschland hat im vergangenen Jahr eine Automatisierungsschulung erhalten; 77 Prozent von ihnen konnten dadurch ihre Arbeitsleistung verbessern.

Die Hälfte der Büroangestellten sieht Automatisierungskenntnisse dabei als entscheidend für ihre berufliche Entwicklung an (50 Prozent) – eine Ansicht, die sich durch alle Altersgruppen und Phasen der beruflichen Laufbahn zieht.

Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil 45 Prozent der deutschen Befragten es für möglich halten, dass sich ihr Arbeitsplatz in den nächsten zehn Jahren verändern wird und 62 Prozent glaubt Weiterbildungsmöglichkeiten tragen zu einer höheren Arbeitsplatzsicherheit bei.

In Deutschland nutzten 67 Prozent der Mitarbeiter ihre Zeit im Home Office, um neue Kenntnisse zu erwerben; ein Viertel konnte so die eigenen Fähigkeiten verbessern (25 Prozent). Außerdem ist über die Hälfte seit Beginn der Pandemie sicherer in ihr eigenes Können (52 Prozent) – eine Überzeugung, die 60 Prozent ihren neu erlernten Fähigkeiten zuschreiben.

Weitere Zahlen & Fakten zu automatisierbaren Bürotätigkeiten in der folgenden Infografik:

Quelle: UiPath

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