Ein Drittel der Mitarbeiter wegen Datenaustausch über Zoom, Teams & Co. vom Chef verwarnt

Das Teilen von Daten über Messaging- und Collaboration-Tools will gut überlegt sein – dabei haben drei Viertel der Beschäftigten dies bereits getan.

Im Zuge der Corona-Krise arbeiten viele Bürobeschäftigte seit Monaten im heimischen Büro – und kommunizieren per Videokonferenz- und Kollaborationstools miteinander. Dies stellt neue Herausforderungen an den Schutz von Daten in den Unternehmen.

Denn viele Mitarbeiter nutzen Messaging- und Collaboration-Tools ganz selbstverständlich für den Austausch von sensiblen und geschäftlichen Daten. Mehr als drei Viertel aller Arbeitnehmer haben bereits geschäftskritische beziehungsweise sensible Daten über Messaging-Tools weitergegeben.

 

Damit nicht genug: Ein gutes Drittel der Unternehmensmitarbeiter sind für die unsachgemäße Nutzung über Tools wie beispielsweise Zoom und Microsoft Teams von ihren Chefs kritisiert worden (35 Prozent).

Das sind die zentralen Erkenntnisse einer Studie des amerikanischen Spezialisten für Daten-Lösungen Veritas Technologie. Im Rahmen dieser Umfrage wurden 12.500 Büroangestellte in zehn Ländern zum Datenaustausch auf Zoom & Co. befragt – darunter auch 2000 Teilnehmer aus Deutschland.

Die Umfrage gibt zudem Einblicke, welche konkreten Informationen Mitarbeiter über Kommunikationsdienste austauschen. In Deutschland sind etwa Kundenkontaktdaten bereits von über 13 Prozent der Mitarbeiter verschickt worden; dicht gefolgt von Daten zu Geschäftsplänen – über zwölf Prozent.

Details zu Personalangelegenheiten wechselten bei knapp neun Prozent den Nutzer, bei Finanzdaten sind es mehr als sechs Prozent, und bei Informationen, die im Zusammenhang mit geistigem Eigentum stehen, beläuft sich der Prozentsatz auf sieben. Bei Passwörtern handelt es sich um fast sieben Prozent.

Bedenklich stimmt hier die Erkenntnis, dass knapp die Hälfte der Befragten entweder nicht davon ausgeht, dass die Chatverläufe gespeichert werden, oder nicht wissen, ob die Informationen archiviert werden.

Um Chatverläufe nachweisen zu können, gibt gut jeder zweite Befragten an, selbst Kopien der verschickten Informationen zu speichern (53 Prozent). Mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmer löschen ihre Online-Unterhaltungen regelmäßig – so wollen sie verhindern, dass ihre Arbeitgeber den Austausch vertraulicher Daten über Messaging-Apps und Collaboration-Tools nachweisen.

Weitere Zahlen & Fakten zum laxen Umgang deutscher Arbeitnehmer mit sensiblen Geschäftsdaten in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Veritas

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