4 von 5 Beschäftigte in Deutschland sehen bessere Arbeitsbedingungen seit Corona

Während mehr als die Hälfte der Beschäftigten die neuen Arbeitsweisen beibehalten wollen, will fast jede zweite Führungskraft zu den gewohnten Arbeitsprozessen vor der Corona-Pandemie zurückkehren. 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Unternehmen sind schon heute beträchtlich. Das betrifft nicht nur wegbrechende Märkte oder teils massive Umsatzrückgänge. Auch die Arbeit in den Firmen hat sich in kurzer Zeit beträchtlich gewandelt. So sind sich Führungskräfte und Beschäftigte in Deutschland einig, dass ihr Unternehmen dank des Einsatzes von Technologie schneller als gedacht Arbeitsprozesse transformieren konnte.

Deutsche Unternehmen möchten freigewordenes Kapital überwiegend in die digitale Transformation investieren, damit steht Deutschland im europäischen Vergleich an der Spitze. Das sind die Kernergebnisse einer Studie über die Auswirkungen von Covid-19 auf die Arbeit sowie die Chancen und Innovationen, die der amerikanische Software-Anbieter ServiceNow weltweit durchgeführt hat. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse für Deutschland heute exklusiv vorab.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

  1. Neue Arbeitsformen: Neun von zehn Führungskräfte in Deutschland sagen, die Pandemie hat ihr Unternehmen zum Umdenken veranlasst. Zu diesem Ergebnis kam auch die globale Studie. 82 Prozent der deutschen Arbeitnehmer finden, dass ihr Unternehmen seit Beginn der Krise bessere Arbeitsmethoden geschaffen hat.
  2. Schnelle Transformation: 88 Prozent der Führungskräfte und 85 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland geben an, dass ihr Unternehmen schneller auf neue Arbeitsweisen umgestellt hat, als sie es für möglich hielten. Dies zeigt, dass sowohl Führungskräfte als auch Beschäftigte positiv überrascht sind von dem schnellen Wandel ihres Unternehmens.
  3. Digitale Transformation ist Top-Priorität: Für fast neun von zehn Befragten aus Deutschland haben sich durch Covid-19 die Betriebskosten reduziert (88 Prozent). Führungskräfte sind der Meinung, dass dadurch insbesondere in die digitale Transformation (70 Prozent) investiert werden soll. Damit steht Deutschland im Ländervergleich an der Spitze, gefolgt von Frankreich (54 Prozent) und den Niederlanden (54 Prozent).
  4. Veränderung fällt schwer: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten wollen die neuen Arbeitsweisen beibehalten (57 Prozent) . Nicht so hingegen die Führungskräfte: 45 Prozent geben an, dass sie wieder zu den gewohnten Arbeitsprozessen vor der Corona-Pandemie zurückkehren wollen.

Unternehmen haben sich schnell den neuen Bedingungen angepasst, müssen aber noch mehr tun, um das Tempo zu halten. Fast die Hälfte der Führungskräfte (46 Prozent) und mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer (54 Prozent) sind überzeugt, dass der Übergang zur neuen Normalität noch schwieriger sein wird als die Ad-hoc-Transformation zu Beginn des Lockdowns. Diese Meinung wird von den Studienteilnehmern in ganz Europa geteilt.

Die Herausforderung wird noch dadurch verschärft, dass die meisten Unternehmen digital benachteiligt sind. Fast alle befragten Führungskräfte (96 Prozent) geben zu, dass sie immer noch Offline-Workflows haben, so zum Beispiel bei der Genehmigung von Dokumenten, Berichten über Sicherheitsvorfälle und Technologie-Support-Anfragen. Es wurden zwar Fortschritte erzielt, aber nach Monaten im Home Office geben 66 Prozent der Führungskräfte und 61 Prozent der Mitarbeiter an, dass ihr Arbeitgeber noch immer kein vollständig integriertes System zur Verwaltung digitaler Workflows hat.

Weitere Zahlen & Fakten aus dem „Work Survey“ von ServiceNow in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: ServiceNow

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