Remote Work sorgt bei 97 Prozent aller Firmen für neue Herausforderung bei Netzwerksicherheit

Fast zwei Drittel der Unternehmen betrachten IT-Sicherheit immer noch lediglich als Kostenstelle und nicht als Asset zum Schutz des Kerngeschäfts.

Wie schon öfter in den vergangenen Monaten hier im Blog beschrieben, hat die Corona-Pandemie bei vielen Unternehmen zu einer enormen Ausweitung von Telearbeit und Home Office inklusive Videokonferenzen geführt.

Zugleich stellt die dramatische Zunahme von Remote-Zugängen in vielen Firmen völlig neue Herausforderungen an die IT-Sicherheit. Wie jetzt eine Studie des US-Marktforschers Vanson Bourne im Auftrag des amerikanischen Netzwerkausrüsters Juniper Networks gezeigt hat, verschärfen die bisher vorherrschenden traditionellen Ansätze zum Schutz des Netzwerks die Herausforderungen angesichts von Budgetbeschränkungen und remote arbeitenden Mitarbeiten deutlich.

Demnach zeigen die Daten ein deutliches Bild: Fast alle Befragten gaben an, dass sie bei der effektiven Absicherung des Unternehmensnetzwerks aktuell vor besonderen Herausforderungen stehen (97 Prozent). Bereits bestehende IT-Aufgaben wurden durch die plötzliche Zunahme der Remote-Arbeit und angesichts einer wachsenden Bedrohungslandschaft nochmals erheblich verstärkt.

Zugleich stehen die IT- und Sicherheitsexperten in den Unternehmen vor der Herausforderung, die notwendigen geschäftlichen Anforderungen gegen die Sicherheit abzuwägen – selbst wenn sie sich darüber bewusst sind, dass diese Veränderungen die Angriffsfläche der Netzwerkinfrastruktur erweitern und zusätzlichen Schutz erfordern.

Knapp neun von zehn Befragten meinen, dass sie die Zuverlässigkeit und Leistung des Netzes verbessern müssen (86 Prozent). Besonders in Zeiten des erzwungenen Home Offices für eine größere Mitarbeiteranzahl ist das Netzwerk das „schlagende Herz“ einer jeden Organisation, die sich im digitalen Wandel befindet.

Um uneingeschränkt wirksam zu sein, muss Security vollständig in das zu schützende Netzwerk integriert sein und nicht nur ein abgekoppeltes Overlay. Weiter gaben sie an, dass fast die Hälfte Zeit von IT-Teams dafür genutzt wird, den Betrieb aufrecht zu erhalten, anstatt Innovationen zu verfolgen (47 Prozent).

Ebenfalls neun von zehn Befragten suchen eine Sicherheitslösung, die eine bessere Übersicht über die vorhandenen Anwendungen bietet, Fehlalarme reduziert und die Reaktionszeiten verbessert (87 Prozent). Dem liegt die Tatsache zugrunde, dass den IT-Sicherheitsteams Zeit fehlt, um jeden Fehlalarm zu verfolgen. Die ist frustrierend und hat kostspielige menschliche Fehlern zur Folge.

Fast zwei Drittel Befragten erklärten, dass ihr Unternehmen IT-Sicherheit immer noch lediglich als Kostenstelle und nicht als Asset zum Schutz des Kerngeschäfts ansieht (63 Prozent). Gleichwohl gaben 97 Prozent an, dass sie in den letzten zwölf Monaten Geld für die Eindämmung von Sicherheitsverletzungen ausgeben mussten – mit durchschnittlichen Kosten von mehr als 276.000 Dollar. Anders ausgedrückt: Vielen Firmen haben noch immer nicht realisiert, wie anfällig die Netzwerke für Angriffe sind.

Die wichtigsten Zahlen & Fakten der Juniper-Studie rund um Cybersicherheit in Zeiten von Corona und Remote Work zusammengefasst in der folgenden Infografik:

Quelle: Juniper Networks

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