Sechs von zehn Unternehmen haben keine einheitliche Sicht auf alle IT-Security-Lösungen

Die mangelhafte Teamarbeit zwischen IT- und Security-Teams in vielen Unternehmen erschwert eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie.

Dem Firmennetzwerk kommt zunehmend eine strategische Bedeutung innerhalb der IT zu. Neben seiner ursprünglichen Aufgabe – der Ermöglichung der Konnektivität – nimmt es inzwischen auch weitere Funktionen wahr, etwa die intrinsische Sicherheit sowie die Bereitstellung von Apps.

Vor diesem Hintergrund sehen es sechs von zehn europäischen IT-Leitern als ernst zu nehmende Herausforderung, eine durchgängige Ende-zu-Ende-Sichtbarkeit ihres Netzwerks zu erreichen (57 Prozent) – das bedeutet: Die Mehrheit hat keine einheitliche Sicht auf die verschiedenen Security-Lösungen im Netzwerk mithilfe ein universelles Management-Tools.

Dies ist das Ergebnis einer von VMware in Auftrag gegebenen Umfrage von Forrester Research unter 665 europäischen IT- und Security-Verantwortlichen im Februar 2020. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse der Studie heute exklusiv vorab.

Mehr als ein Drittel der Befragten ist zudem der Meinung, dass die Herausforderungen, die mit diesem Mangel an einheitlicher Sicht auf die Security verbunden sind, zu einer Schieflage bei Sicherheits- und IT-Teams geführt haben (37 Prozent).

Drei von zehn Befragten geben, keinen Plan für eine konsolidierte IT- und Sicherheitsstrategie zu haben (29 Prozent). Nur 38 Prozent der Netzwerk-Verantwortlichen sind derzeit auch an der Entwicklung von Security-Strategien beteiligt.

Dennoch setzen 60 Prozent von ihnen Security-Maßnahmen aktiv um – eine Tatsache, die vermuten lässt, dass Netzwerkteams nicht als gleichberechtigte Partner der anderen IT- Teams angesehen werden, wenn es um Cybersicherheit geht.

Entscheidend ist daher, dass Unternehmen ein gemeinsames Denken und gemeinsame Verantwortlichkeiten benötigen, um ein kohärentes Sicherheitsmodell zu etablieren, wenn sie ihre strategischen Ziele erreichen wollen. Diese Ziele sind laut Forrester: erhöhte Sicherheit (55 Prozent), technologischer Fortschritt (56 Prozent) und die Fähigkeit, schneller zu reagieren (56 Prozent).

Die Forrester-Untersuchung beleuchtet auch die unterschiedlichen Prioritäten von IT- und Security-Teams. Weltweit ist die oberste Priorität der IT die Effizienz (51 Prozent), während sich Security-Spezialisten auf die reaktive Problemlösung konzentrieren (49 Prozent). Neue Sicherheitsbedrohungen erfordern eine gute Visibilität über die gesamte IT-Infrastruktur, doch aktuell sind weniger als drei Viertel der Sicherheitsteams an der Ausarbeitung und Umsetzung von Sicherheitsstrategien in ihrem Unternehmen beteiligt.

45 Porzent der Befragten in der Forrester-Umfrage geben an, dass eine konsolidierte Strategie dazu beitragen könnte, Datenverstöße zu reduzieren und Bedrohungen schneller zu erkennen. Dies scheint aber nicht so einfach zu sein, denn 84 Prozent der Sicherheits- und IT-Teams geben an, keine besonders gute Beziehung zueinander zu haben.

Mehr als die Hälfte der Organisationen möchte in den nächsten drei bis fünf Jahren zu einem „Modell der geteilten Verantwortung“ übergehen, bei dem die IT-Sicherheitsarchitektur (58 Prozent), die Cloud-Sicherheit (43 Prozent) und die Reaktion auf die Bedrohungen (51 Prozent) zwischen IT- und Sicherheitsteams geteilt werden. Allerdings erfordert das eine viel engere Zusammenarbeit als sie heute besteht.

Weitere Zahlen & Fakten der VMWare-Studie in der folgenden Infografik:

Quelle: VMWare

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