7 von 10 Managern sehen im Sammeln von Daten ohne geeignete Analysen keinen Mehrwert

Erst in einem Viertel aller Firmen ist ein Chief Data Officer für die übergreifende Datenstrategie verantwortlich – CIOs und CEOs haben noch die Oberhand.

Daten sind zu einer wichtigen Währung für Unternehmen geworden. Doch das reine Sammeln von Daten bietet ohne die richtigen Analysen und das Ableiten relevanter Erkenntnisse keinen Mehrwert. Mehr als drei Viertel aller Führungskräfte, die eine wichtige Beteiligung an IT-Entscheidungsprozessen haben, bewerten Daten als das wertvollste Kapital ihres Unternehmens (77 Prozent).

Zugleich geben sieben von zehn Befragten an, dass sie negative Auswirkungen auf die finanziellen Leistungen von Unternehmen befürchten, wenn nicht ausreichend Wissen vorhanden ist, um aus Datenanalysen echte Erkenntnisse zu gewinnen (72 Prozent).  Das sind die zentralen Befunde einer Studie des Datenbankherstellers Exasol aus Nürnberg. „Kroker’s Look @ IT“ veröffentlicht die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

Für Abhilfe sorgen könnte unter anderem ein Chief Data Officer (CDO), der zwischen der technischen Infrastruktur und der Verwendung der Daten vermittelt, um das nötige Verständnis im Unternehmen zu schaffen. Die Umfrageergebnisse zeigen jedoch, dass in der Praxis erst 24 Prozent der CDOs für die übergreifende Datenstrategie des Unternehmens verantwortlich sind. Die Oberhand haben aktuell noch CIOs (49 Prozent) oder CEOs (36 Prozent).

CDOs sind in der Regel für ein breites Themenspektrum verantwortlich. Nicht nur die Bereiche Datenmanagement, Analytik und Ethik zählen zu ihren Aufgaben. Sie kümmern sich auch darum, weitreichende Aspekte einer Organisation durch Datennutzung zu verbessern, indem beispielsweise Datensilos aufgelöst und Daten vernetzt genutzt werden.

Bei der Frage nach dem Mehrwert von aufgelösten Datensilos sind sich die Befragten jedoch auch noch uneinig: So stimmt rund jeder zweite Befragte der Aussage zu, dass Unternehmen ohne Silos einen besseren Service für ihre Kunden sicherstellen oder sich Möglichkeiten zur Kostensenkung identifizieren lassen.

Zudem sind auch erst bei 36 Prozent der befragten Unternehmen alle Datenablagen komplett vernetzt. Die Hauptgründe für das Arbeiten in Datensilos sind Unternehmens- und Prozessherausforderungen (61 Prozent), technische Einschränkungen (46 Prozent) sowie auch fehlende Ressourcen (33 Prozent).

Weitere Zahlen & Fakten der Exasol-Studie in der folgenden Infografik:

Quelle:Exasol

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