Krokers RAM: Kehrseite von Corona – Schatten-IT boomt, und mit ihr Cyberbedrohungen

Mein Rant am Morgen: Unternehmen mussten im Zuge der Corona-Krise mächtig improvisieren, um ihren Mitarbeitern Heimarbeit und digitale Tools zu ermöglichen. Im Schlepptau dessen steigen nun die Cyberbedrohungen durch viel neue, nicht ordentlich kontrollierte Hard- und Software.

Dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Unternehmen immens sind, habe ich schon mehrfach hier geschrieben: Neben allen Negativauswirkungen durch das wochenlange Herunterfahren der Wirtschaft vor allem auch verbunden mit der Positivhoffnung, die Krise könne möglicherweise als Katalysator für die digitale Transformation fungieren – auch und gerade in Deutschland.

Eine wichtige, bisher wenig beachtete Kehrseite der Covid-19-Erkrankung zeigt sich freilich erst allmählich: So haben die anhaltenden Kontaktbeschränkungen in vielen Ländern zum regelrechten Boom von Videokonferenzen, Heimarbeit und sonstigen digitalen Kollaborationstools geführt.

Um dies angesichts der Schnelle des Lock-downs und der beinahe im Tagesrhythmus verschärften Kontaktsperren hinzubekommen, mussten viele Unternehmen ordentlich improvisieren: Mit schnell zusammengefrickelten Software-Tools, mit der Erlaubnis zur Nutzung privater Geräte bis hin zu improvisierten Zugängen ins Firmen-Intranet.

Anders ausgedrückt: Dank der Corona-Krise boomt Schatten-IT – also die Sammlung all der nicht wirklich administrierten und kontrollierten Hard- und Software im Unternehmen – noch stärker als ohnehin schon.

Und mit ihr im Schlepptau steigen auch Cyberbedrohungen in den Unternehmen steil an: Denn Sicherheitslecks in Software, die niemand richtig kontrolliert, kann auch niemand richtig stopfen. Neue prominente Datenhacks dürften die Folge sein. Dass Cybergangster darauf längst abzielen, zeigt die Liste der gestern an dieser Stelle veröffentlichten Top-10-Fakes rund um Corona.

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