Mehr als zwei Drittel aller Web-Inhalte werden von Nutzern nicht einmal bemerkt

Laut einer Studie besteht inbesondere ein deutlicher Zusammenhang von Seiten-Ladezeit und wahrgenommenen Inhalten.

Seit Jahren boomen Internet-Inhalte – getrieben zum einen durch das rasante Wachstum von sozialen Netzwerken, welche die Verbreitung von Web-Seiten deutlich vereinfacht und beschleunigt haben.

Zum anderen treibt auch die Digitalisierung immer mehr zuvor weitgehend analog vorhandene Dinge ins Netz. Entsprechend wichtig ist es für jedes Unternehmen oder professionellen Gewerbetreibenden, mit seinen Inhalten durchzudringen und in dem Meer von digitalen Informationen sichtbar zu werden.

Allerdings gehen im Schnitt mehr als zwei Drittel aller von bekannten Marken veröffentlichten Web-Inhalte an Verbrauchern unentdeckt vorbei (69 Prozent). Das ist der zentrale Befund einer neue globale Erhebung des Spezialisten für Nutzer-Erfahrung Contentsquare mit Hauptsitz in Paris. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse der Studie heute exklusiv vorab.

Contentsquare ist spezialisiert auf Analyse-Software für digitale Nutzererfahrungen – und hat für die Untersuchung Webseiten aus neun verschiedenen Branchen in aller Welt unter die Lupe genommen.

Auffällig: Im Bankwesen bleiben mit einem Anteil von drei Viertel ungesehener Informationen besonders viele Web-Inhalte auf der Strecke, dicht gefolgt von Inhalten auf Beauty-Websites (74 Prozent ignorierter Content). Am besten schneiden im globalen Durchschnitt noch Marken aus dem Heim- und Technologiebereich ab: Hier sehen sich die Internetnutzer immerhin 40 Prozent aller angebotenen Inhalte an.

Aufgerufen werden die meisten Websites – gerade bei Erstbesuchen – mobil. Smartphones kommen dabei häufiger zum Einsatz als Tablets: Mehr als die Hälfte der Besucher gelangen per internetfähigem Mobiltelefon auf eine Website (55 Prozent), wobei Seiten der Luxusgüter-Branche beim mobilen Datenverkehr mit zwei Dritteln vorn liegen (67 Prozent).

Doch nicht immer adressieren die Web-Angebote der Unternehmen tatsächlich die technischen Voraussetzungen bei den Kunden, ein wichtiger Grund dafür, ob Inhalte wahrgenommen werden – oder eben nicht.

Wenn wenn eine Webseite die technischen Voraussetzungen und Vorlieben seiner Nutzer ignoriert, erhöhen sich laut der Studie die Absprungraten. Dies wiederum kann – eigentlich mögliche – Kundenkonversionen. Der Studie zufolge besteht inbesondere ein deutlicher Zusammenhang von Seiten-Ladezeit und wahrgenommenen Inhalten.

Der Schlüssel, um Content wirklich sichtbar zu machen, ist laut Contentsquare eine Kombination aus Ladezeit der Seite, Positionierung relevanter Inhalte sowie der Nutzung effektiver Such- und Filterhilfen.

Weitere Zahlen & Fakten des „2020 Digital Experience Benchmark“-Reports in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Contentsquare

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