Das AirPods-Geschäft von Apple: 12 Milliarden Umsatz 2019 – drauf & dran, Uber zu überholen

Nur drei Jahre nach dem Marktstart setzt Apple mit seinen drahtlosen Ohrstöpseln so viel um wie Spotify, Twitter, Snap & Shopify zusammen.

Vor etwa mehr als drei Jahren hat Apple seine neuen kabellosen Kopfhörer erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: „Mit AirPods erfindet Apple den kabellosen Kopfhörer neu“, betitelten die Jungs & Mädels aus Cuptertino ihre Pressemitteilung im September 2016 in Apple-typischer Manier gewohnt unbescheiden.

Seitdem hat sich das Geschäft mit den kleinen, oft belächelten Ohrstöpseln geradezu rasant entwickelt. Obwohl die AirPods je nach Generation und Land mit Preisen zwischen 150 und knapp 250 Euro/Dollar nicht eben billig sind, hat sich die Kopfhörer-Kategorie zu einem der wichtigsten Wachstumssegmente des Konzerns gemausert.

Nach Schätzungen von Industrieanalysten hat Apple nach dem Marktstart im Dezember 2016 im ersten Jahr rund 15 Millionen Geräte zu je 150 Dollar verkauft – ergibt immerhin einen Umsatz von 2,25 Milliarden Dollar oder ein Prozent des Apple-iPhone-Geschäfts von 215 Milliarden Dollar.

2018 verkaufte Apple bereits 35 Millionen Kopfhörer-Paare – mithin ein Umsatzplus von 5,25 Milliarden Dollar oder 2,4 Prozent der iPhone-Umsätze. 2019 brachte die iPhone-Company schließlich geschätzte 60 Millionen AirPods an die Frau und den Mann, bei einem Preis von 200 Dollar der Geräte der zweiten Generation sowie 250 Dollar der AirPods Pro.

Nimmt man einer gleichmäßige Verteilung aller drei Gattungen an, konnte Apple im vergangenen Jahr also bereits 12 Milliarden Dollar allein mit seinen Drahtlos-Kopfhörern erlösen – das entspricht fast fünf Prozent des Gesamtumsatzes.

Zur Eindordnung: Nach nur drei Jahren sind die Airpods-Umsätze bereits so groß wie der Musikstreaming-Unternehmen Spotify, der Kurznachrichten-Dienst Twitter, der hinter Snapchat stehende Anbieter Snap und das E-Commerce-Start-up Shopify zusammen:

Quelle: Kevin Rooke

Bleibt die Frage, wie wertvoll die AirPods-Sparte ist, wäre sie ein eigenständiges Unternehmen: Wie der kanadische Tech-Beobachter Kevin Rooke kürzlich auf seinem Blog nachgerechnet hat, verfügt Apple mit einem Börsenwert von derzeit fast 1,4 Billionen Dollar über ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von fünf, gemessen am 2019 Gesamtumsatz von knapp 214 Milliarden Dollar (zum 28.09., siehe PDF).

Das bedeutet also: Das AirPods-Geschäft allein wäre bereits gut 60 Milliarden Dollar wert – konservativ gerechnet. Denn darin wäre noch nicht einmal die unglaubliche Wachstumsrate eingepreist: Allein im vergangenen Jahr kletterten die AirPods-Umsätze gegenüber 2018 um stolze 128 Prozent. Gemessen am dreistelligen Plus sollte Apple mit seinen Kopfhörern bereits 2020 mehr Umsatz erzielen als der Fahrdienstvermittler Uber.

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