Datenschutz- und Sicherheitsbedenken für je ein Drittel der Firmen größte Hindernisse beim IoT

Das größte Hindernis für IoT-Aktivitäten ist nicht knappes Budget. Am meisten fürchten deutschen Unternehmen Hackerangriffe und Industriespionage.

Das Internet of Things (IoT) gewinnt in deutschen Firmen weiterhin an Bedeutung. Dafür sprechen steigende Projektzahlen, höhere Erfolgsquoten sowie schnellerer Mehrwert. Das größte Hindernis für breiter angelegte IoT-Aktivitäten in Unternehmen ist nicht knappes Budget, sondern Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der IT-Sicherheit.

Jeweils ein Drittel nennen beide Themen als größte Hindernisse. Am meisten fürchten Unternehmen dabei Hackerangriffe und Industriespionage. Das zeigt eine aktuellen Studie von CIO, Computerwoche und TÜV-Süd. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse der Studie heute exklusiv vorab.

Demnach nennen 37 Prozent der befragten Unternehmen Datenschutzbedenken an erster Stelle als Argument gegen einen umfassenden IoT-Einsatz. Das gilt vor allem für die kleinen Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und große Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.Ein weiteres Drittel der Unternehmen nennt Sicherheitsbedenken als größtes Hindernis.

Ein knappes Budget (30 Prozent), Fachkräftemangel (27 Prozent) und fehlende Anwendungsfelder (21 Prozent) sind weitere Gründe. Ein Fünftel der Firmen würde aufgrund schlechter Erfahrungen und eines fehlenden Return on Investments (ROI) bei bestehenden IoT-Anwendungen auf eine breite IoT-Initiative verzichten.

Am meisten fürchten sich die Unternehmen vor Hacker-Angriffen und DDoS-Attacken (37 Prozent), Industriespionage (32 Prozent) oder juristischen Problemen (28 Prozent). Zum besseren Schutz der Systeme und Daten setzt ein Viertel der Firmen auf Lösungen zur automatisierten Erkennung von Cybersecurity-Schwachstellen oder -Risiken.

Vorreiter sind hier die großen Unternehmen mit einem jährlichen IT-Etat von mehr als zehn Millionen Euro (52 Prozent). Etwa die Hälfte der befragten Firmen prüft derzeit den Einsatz automatisierter Security-Lösungen im IoT-Umfeld, 15 Prozent interessieren sich dafür.

Die wichtigsten Ergebnisse der IoT-Studie in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: TÜV Süd

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Alle Kommentare [1]

  1. Gute Übersicht, Danke dafür!
    Angreifer hackten z.B. ein IOT-überwachtes Aquarium und erlangten damit Zugang zur Finanzabteilung eines Casinos: mehr Transparenz schaffen und Nutzung von IOT-Geräten mit der IT-Sicherheit abstimmen hilft! Firmen sollten neben den schon regelmäßig durchgeführten Red Teaming Assessments für ihre IT diese auch auf den OT-Bereich ausdehnen. Unser Threat Intel Team analysierte viele gezielte Angriffe, die über mehrere Vektoren stattfanden: eine höhere Sichtbarkeit und Zusammenarbeit zwischen IT- und OT-Security Teams wird immer notwendiger! Dies umfasst auch integrierte IT- und OT-Security-Lösungen. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die MITRE Organisation erstmals ein ICS ATT&CK-Framework, in denen bereits 11 Angriffsszenarien und über 80 Techniken beschrieben sind, dies wird sich mit der Community hinter MITRE sicherlich rasch erweitern. Threat Intel Analysten können dieses Framework nutzen, um Angriffsszenarien besser zu verstehen und ihre Firmen darauf vorzubereiten.