IT-Sicherheit: Die wichtigsten Cybersecurity-Trends für das Jahr 2020

Häufigkeit und Intensität von Hackerangriffen steigen seit Jahren. Die bekanntesten Angriffsvektoren und durchschnittlichen Kosten im Überblick.

Die wachsende Zahl von groß angelegten Sicherheitsverletzungen deutet darauf hin, dass nicht nur die Häufigkeit von Datenschutzverletzungen steigt, sondern auch ihre Intensität zunimmt. Nach einer Untersuchung der University of Maryland findet alle 39 Sekunden ein Cyberangriff statt, das ergibt durchschnittlich 2.244 Angriffe pro Tag.

Insgesamt wurden allein im ersten Halbjahr 2019 laut einer Studie von RiskedBased Security 4,1 Milliarden Datensätze durch Datenschutzverletzungen veröffentlicht. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der der gemeldeten Verstöße immerhin um 54 Prozent und die Zahl der exponierten Datensätze um 52 Prozent.

Dabei ist die klassische E-Mail nach wie vor der verbreitetste Infektionsweg: 94 Prozent der Malware findet laut eines aktuellen Reports des amerikanischen Telekommunikationsanbieters Verizon auf diese Weise ihr Ziel (siehe Figure 19; Vorjahr: 93 Prozent).

Knapp die Hälfte der bösartigen Mail-Anhänge waren dabei Office-Dokumente (48 Prozent). Als primären Angriffsvektor mit 65 Prozent Anteil bevorzugen Hacker das sogenannte Spear-Phishing, also zielgerichtetes „Speer-Fischen“, wie der jüngste Internet-Security-Report von Symantec ergab. Gestiegen ist zudem die Gefahr durch Innentäter: Während im letzten Jahr noch 28 Prozent der Datenvorfälle auf Insider zurückzuführen waren, stieg der Anteil auf nunmehr ein Drittel (34 Prozent).

Verbessert hat sich indes, wenn auch nur leicht, die Situation für die KMU: Zwar sind laut der Verizon-Studie immer noch 43 Prozent der Opfer von Datenschutzvorfällen kleinere Unternehmen – im Vorjahr lag dieser Wert jedoch noch bei 58 Prozent.

Besonders betroffen von Angriffen ist vor allem das Gesundheitswesen. Hier werden die durch Cyberangriffe verursachten Kosten allein im Jahr 2019 auf 25 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Durchschnitt kostet eine Datenschutzverletzung das betroffene Unternehmen hohe Kosten von durchschnittlich 3,92 Millionen Dollar, wie IBM und das Ponemon Institute in ihrem diesjährigen Data-Breach-Report ermittelt haben. Umgerechnet auf einen verlorenen Datensatz beträgt der Schaden 150 Dollar.

Glaubt man den Zahlen des IT-Marktforschungshauses Gartner, so haben sich die IT-Security-Ausgaben pro Mitarbeiter von 584 Dollar im Jahr 2012 innerhalb von nur sechs Jahren auf 1178 Dollar im Jahr 2018 verdoppelt – ein Wert, der offenbar immer noch nicht ausreichend ist, wie die anderen Zahlen belegen.

Weitere wichtige Cybersecurity-Statistiken für 2020 in der folgenden Infografik:

Quelle: Varonis

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