Zwei Drittel der deutschen Unternehmen wollen in digitales Know-how der Mitarbeiter investieren

Von den Investitionen in digitale Fähigkeiten der Mitarbeiter erhoffen sich die Firmen vor allem Produktivitätssteigerungen und Vorteile im Wettbewerb.

Erst Anfang Dezember habe ich hier im Blog beschrieben, dass immer mehr Unternehmen digitales Know-how bei ihren Mitarbeiter erwarten. Aus diesem Grund habe die Firmen in einem Rant aufgefordert, dass sie die Investitionen in die entsprechende digitale Weiterbildung schon selber schultern sollen, und zwar jetzt.

Auch wenn sie meinen Weckruf aufgrund der Kürze der Zeit nicht wirklich vernehmen konnten, ist die entsprechende Erkenntnis bei vielen offenbar ebenfalls bereits durchgesickert: Denn derzeit planen zwei Drittel der deutschen Unternehmen, in digitale Kenntnisse und Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu investieren (66 Prozent).

Das ist der zentrale Befund einer eine aktuelle Studie, die das Marktforschungshaus YouGov im Auftrag des britischen Anbieters von Unternehmenssoftware Sage durchgeführt hat. Hierfür wurden rund 3.000 Manager aus zwölf Ländern befragt. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

Größere deutsche Unternehmen erklären in Sachen digitales Know-how mehr Investitionsbereitschaft: Mehr als drei Viertel der Großunternehmen wollen Budget für diesen Bereich aufbringen (77 Prozent). Bei den mittleren Betrieben sind es 68 Prozent, und bei kleinen Organisationen ist es nur noch jeder Zweite (54 Prozent).

Unabhängig von Größe oder Branche bevorzugen jene Verantwortlichen, die sich für mehr digitale Kompetenz in ihrem Unternehmen entschieden haben, jedoch ihre Investitionssummen mehrheitlich (68 Prozent) in digitale Ressourcen fließen zu lassen, wie etwa in die Implementierung von eLearning-Portalen, die der Aus- und Weiterbildung der Belegschaft zu Gute kommen. 64 wollen direkt in die digitale Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

Als wichtigsten Grund für ihre Finanzierungen in diesen Bereich nennen die deutschen Entscheider die zentrale Bedeutung, die digitale Kenntnisse für die Geschäftsstrategie hätten (44 Prozent). Weitere Gründe: Digitale Kompetenzen stünden allgemein weit oben auf der Agenda (37 Prozent) und versprächen einen Wettbewerbsvorteil (36 Prozent).

Unter den deutschen Befragten nennen 42 Prozent Produktivitätssteigerungen, 39 Prozent flexiblere Arbeitsbedingungen und ebenfalls 39 Prozent verbesserten Kundenservice als wichtigste Auswirkungen optimierter Digitalkompetenz.

Hinsichtlich der Frage, wie der Staat Unternehmen beim digitalen Wissensaufbau unterstützen kann, wünschen sich 40 Prozent der deutschen Teilnehmer Steuererleichterungen. 27 Prozent fänden einen kostenlosen digitalen Kompetenzaustausch durch Schulungen und Workshops hilfreich, und ein weiteres Viertel nennt Technologiesubventionen als probates Mittel staatlicher Unterstützung (26 Prozent).

Weitere Zahlen & Fakten zu den Plänen der Unternehmen in digitales Know-how in der folgenden Infografik:

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