8 von 10 Unternehmen erwarten von Mitarbeitern allgemeine Digitalkompetenz

80 Prozent der Unternehmen fördert die Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter gezielt – in jeder zweiten Firma nehmen diese neue Technologien schnell an.

Bei der Digitalisierung rückt in deutschen Unternehmen immer öfter neben dem Einsatz neuer Technologien die Gestaltung der notwendigen Veränderungsprozesse in den Mittelpunkt. So setzt aktuell rund jedes zweite Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern Change-Management-Methoden ein, um die Belegschaft mitzunehmen (47 Prozent). Vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 36 Prozent.

Vor allem Großunternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern greifen auf Change-Management-Methoden zurück – hier beträgt der Anteil sogar 57 Prozent. Das sind wichtige Ergebnisse einer Trendstudie zur Digitalisierung, die der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) und Bitkom Research, die Analysetochter des deutschen ITK-Branchenverandes, kürzlich veröffentlicht haben.

Demnach wird der Veränderungsprozess am häufigsten von eigenen Digitalisierungseinheiten oder dem Chief Digital Officer (CDO) verantwortet (35 Prozent). In rund jedem vierten Unternehmen sind dafür Geschäftsführung/Vorstand (26 Prozent) oder die interne Unternehmenskommunikation (23 Prozent) zuständig.

Beim Projektmanagement setzen die Unternehmen häufiger auf agile Methoden. So geben inzwischen 43 Prozent der Unternehmen an, manchmal, größtenteils oder immer agile Methoden einzusetzen. Vor einem Jahr waren es erst 35 Prozent.

Nur jedes Vierte verzichtet vollständig auf agiles Projektmanagement (25 Prozent; 2018: 36 Prozent). Noch deutlicher ist die Entwicklung bei Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern. Hier setzt mehr als jedes Zweite vermehrt auf agile Methoden (52 Prozent), ein Plus von zehn Prozentpunkten verglichen mit 2018 (42 Prozent). Unverändert 18 Prozent nutzen keine agilen Methoden.

Um die Digitalisierung zu gestalten, erwarten die Unternehmen immer öfter Digitalkompetenzen von ihren Mitarbeitern. So sagen 8 von 10 Unternehmen, die Mitarbeiter sollten über allgemeine Digitalkompetenz verfügen, um die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben (84 Prozent).

Das ist ein deutlicher Anstieg zu den Vorjahren mit 74 Prozent (2018) und sogar nur 66 Prozent (2017). Entsprechend geben auch 8 von 10 Unternehmen (81 Prozent) an, dass sie die Digitalkompetenz der Mitarbeiter gezielt fördern wollen. Vor einem Jahr waren es 77 Prozent, vor zwei Jahren 75 Prozent.

Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) gibt an, dass die Mitarbeiter neue Technologien schnell annehmen. Ähnlich viele beklagen allerdings auch, dass der Aufwand, die Mitarbeiter vom Einsatz neuer Technologien zu überzeugen, sehr groß ist (44 Prozent). Nicht zuletzt aus diesem Grund bildet eine große Mehrheit von zwei Drittel der Unternehmen ihre Mitarbeiter gezielt zum Einsatz neuer Technologien weiter (66 Prozent).

Die Vergleichszahlen der letztjährigen Studie gibt’s hier bei mir im Blog. Und viele weitere Zahlen & Fakten zum Stand der Dinge bei der digitalen Transformation in deutschen Unternehmen in der folgenden Infografik:

Quelle: TCS/Bitkom Research

Verwandte Artikel:

Digitalisierung: In jeder 2. Firma mangelnde Unterstützung aus der Führungsebene

Digitale Plattformen: Jedes zweite Unternehmen fürchtet Verluste

Digitalisierung & Big Data: Nur 17 Prozent der Firmen monetarisieren ihre Daten

Erst jede vierte Firma erzielt Umsatzsteigerungen durch Digitalisierung

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*