Industrie 4.0: Digitaler Zwilling senkt Aufwand für Wartung um 30 Prozent – Kosten um die Hälfte

Bei Ausfällen weisen 82 Prozent aller Anlagen ein zufälliges Muster auf – und verursachen einen Schaden von 20 Milliarden Dollar in der Prozessindustrie.

Die Digitalisierung in der Fertigung war jüngst mehrfach Thema hier im Blog, etwa beim Überblick über gelungene Industrie-4.0-Projekte oder dem wirtschaftlichen Einfluss von intelligenten Fabriken auf die Weltwirtschaft.

Doch die Vernetzung von Maschinen und Geräten in der Produktion kann noch mehr leisten: So haben industrielle Anlagen bis heute häufig zufällige Ausfälle. Laut einer Auswertung des Industriesoftware-Anbieter Aveva aus dem britischen Cambridge weisen 82 Prozent aller Anlagen ein zufälliges Ausfallmuster auf – und verursachen einen Schaden von rund 20 Milliarden Dollar in der Prozessindustrie.

Derartige Ausfälle können auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Teams betreffen. Durch zusätzliche Datensilos ist die Zusammenarbeit zwischen Teams langwierig und daher teuer. Hiervon betroffen sind nicht nur die Operations, sondern auch das Engineering sowie die Maintenance.

Abhilfe schaffen kann hier ein sogenannter digitaler Zwilling, gegenwärtig eines der heißesten Themen bei der Digitalisierung in der industriellen Fertigung. Mit solch einem digitalen Abbild einer Industrieanlage kann der gesamte Lebenszyklus dargestellt und überwacht werden – das liefert laut Auswertung von Aveva folgende Vorteilen:

  • Anlagen werden optimiert, sodass die Anlagestrategie bis zu 90 Prozent schneller umgesetzt werden kann
  • In weniger als drei Minuten kann auf digitale Daten der Anlage zugegriffen werden
  • Die Wartung kann mobil erfolgen, wodurch die Effektivität der Mitarbeiter um 25 Prozent verbessert wird.
  • Der Wartungsaufwand sinkt durchschnittlich um 30 Prozent.
  • Die Wartungskosten sinken sogar um 50 Prozent.
  • Durch eine vorausschauende Analytik kann die Verfügbarkeit der Anlage um 15 Prozent gesteigert werden.

Mit einem digitalen Zwilling kann also die gesamte Anlage dauerhaft überwacht werden. Das Informationsmanagement, eine vorausschauende Analytik und die vorgeschriebene Wartung verbessern die Anlage kontinuierlich. Über ihren Lebenszyklus wird die Anlage kontinuierlich verbessert und sogar ihr Wert gesteigert.

Weitere Zahlen & Fakten zum digitalen Zwilling in der industriellen Fertigung in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Aveva

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