Digitalisierung: Drei Viertel der Entscheider besorgt über Umgang mit Daten

Der Faktor Vertrauen wird zunehmend ein wichtiger weicher Faktor für den langfristigen Erfolg von Technologien wie etwa künstlicher Intelligenz.

Die digitale Transformation ist für viele Unternehmen aktuell das Megathema. Gleichwohl stellen sich an sie jenseits der Technologie aktuell zwei wichtige Herausforderungen: Zum einen die Digitalisierungs-Kenntnisse der Mitarbeiter, an denen es teils immer noch mangelt, wie kürzlich hier im Blog dargelegt. Die andere Seite ist das Vertrauen der Kunden in neue Technologien wie etwa die künstliche Intelligenz, damit Unternehmen langfristig erfolgreich sein können.

Obwohl bei 87 Prozent der befragten Unternehmen die digitale Transformation in vollem Gang ist, bleibt das Thema Vertrauen problematisch – vor allem im Hinblick darauf, wie Unternehmen mit Daten umgehen. So sind fast drei Viertel aller Entscheider besorgt, dass ihre persönlichen Daten von (anderen) Unternehmen ohne Genehmigung verwendet werden könnten (72 Prozent). Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, für die der Technologiekonzern Fujitsu 900 Entscheidungsträger weltweit befragt hat.

Nichtsdestotrotz finden 69 Prozent der Befragten es akzeptabel, ihre persönlichen Daten an Unternehmen weiterzugeben, die ihnen vertrauenswürdig erscheinen. 67 Prozent vertreten denselben Standpunkt für Situationen, in denen ihre persönlichen Daten dazu beitragen, Produkte und Services zu verbessern.

Im Hinblick auf Künstliche Intelligenz herrscht bei Führungskräften grundsätzlich hohes Vertrauen in KI-gestützte Entscheidungsfindung. Drei von fünf Managern sagen, dass sie Entscheidungen, die mithilfe von KI gefällt werden, vertrauen – sofern diese sichtlich nachvollziehbar sind (63 Prozent).

Dies gilt insbesondere für Bereiche, in denen weniger menschliche Interaktionen vorherrschen. So lassen drei von fünf Befragten KI Entscheidungen im Rahmen der Qualitätskontrolle in der Produktion treffen und 56 Prozent befürworten dein Einsatz von KI als Entscheidungshilfe im Sport. Darüber hinaus tendieren zwei Drittel der Befragten dazu, Unternehmen zu vertrauen, die einen Ethikkodex zum Einsatz von KI aufgesetzt haben (66 Prozent).

Damit zeigt die Studie auf, dass Transparenz das Vertrauen in Technologien wie Künstliche Intelligenz entscheidend verbessern kann. Die Nachvollziehbarkeit von KI-gestützten Entscheidungen sowie Offenheit und Verbindlichkeit darüber, wie Unternehmen KI einsetzen, können als vertrauensbildende Maßnahmen dienen.

Weitere Zahlen und Fakten zum Thema Digitalisierung, Vertrauen und KI in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Fujitsu

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Alle Kommentare [1]

  1. Es ist, wie mit vielen neuen Technologien. Die, die damit nicht aufgewachsen sind, bleiben skeptisch, bis sie von denen abgelöst werden, die damit aufgewachsen sind.
    Darum ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Akzeptanz von Ki, ja, sogar die Notwendigkeit von dessen Einsatz alltägliche Praxis ist, ohne die ein Unternehmen nicht mehr am Markt existieren kann.