6 von 10 IT-Managern halten ihre Daten im Unternehmen für nicht ausreichend gesichert

Drei Viertel der IT-Verantwortlichen in den deutschen Unternehmen sehen ihre IT-Sicherheitsarchitektur insgesamt als stark erneuerungswürdig an.

Immer wieder zeigt sich: Trotz aller Kassandrarufe von Sicherheitsberatern sind viele Unternehmen nicht – oder nicht ausreichend – gegen Cyberangriffe geschützt. Das gilt im erschreckenden Maße auch für Unternehmen in Deutschland.

So sind fast drei Viertel der deutschen IT-Verantwortlichen einig: ihre Sicherheitsarchitektur muss dringend erneuert werden (74%). 63 Prozent bescheinigen ihrem Unternehmen veraltete Sicherheitslösungen, mit denen weder Angreifer abgewehrt noch Compliance-Vorgaben eingehalten werden können.

Das jedenfalls ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuelle Studie des Ponemon Institutes in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Softwareanbieter Citrix. Damit nicht genug: Lediglich 38 Prozent der Befragten gaben an, über adäquate Technologie zu verfügen, um ihre Daten und Infrastruktur schützen zu können. Mehr als 60 Prozent halten ihre Daten somit für nicht ausreichend gesichert.

Eine beunruhigende Zahl, vor allem im Angesicht der aufkommenden neuen EU-Richtlinien zum Datenschutz (GDPR), die 2018 in Kraft treten. Bei Verlust von sensiblen Daten drohen Strafen von bis zu 100 Millionen Euro oder zwei bis vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Das ist 90 Prozent der deutschen Unternehmen bekannt, trotzdem haben erst 64 Prozent mit den Vorbereitungen auf GDPR begonnen. Unternehmen in Großbritannien (70%) und den Niederlanden (68%) sind ihnen voraus – wenn auch nicht sehr weit.

Zugleich geben mehr als 40 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen zu, dass ihre Sicherheitsinfrastruktur den Anforderungen der Regulatoren nicht gewachsen sein wird. Vor allem fehle ein zentralisierter Ansatz von Datenkontrolle, Überwachung und Reporting.

Die veraltete Sicherheitsarchitektur macht Unternehmen anfällig für externe Angreifer und interne Lecks. Als größte Bedrohung von außen nehmen IT-Verantwortliche in Deutschland vor allem Cyber-Kommandos wahr, die entweder in staatlichem Auftrag oder als organisierte kriminelle Banden handeln (87%). 82 Prozent sehen vor allem wertvolle Daten wie geistiges Eigentum in Gefahr. Auch Datenklau im großen Stil, zum Beispiel von Kundendaten, fürchten die CIOs (76%).

Weitere Zahlen & Fakten zur IT-Sicherheits-Studie in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Citrix

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