Gesamtkosten bei Datenverlusten im Schnitt 4 Millionen Dollar – plus 29 Prozent seit 2013

Weltweit haben IT-Sicherheitsexperten in den ersten zehn Monaten des Jahres 454 Hackerangriffe mit 12,7 Millionen verlorenen Datensätzen verzeichnet.

Die Bedrohungen für IT-Systeme von Unternehmen sind vielfältig: Ob durch Hacker-Angriffe, ob durch Systemversagen wie etwa den Ausfall von Servern bis hin zum jüngsten IT-Sicherheitstrend, dem Einschleusen von Erpressersoftware, der sogenannten Ransomware: Stets sind dabei im großen Stil Daten bedroht.

Umfang und Kosten dieser IT-Sicherheitsbedrohungen hat kürzlich der amerikanische IT-Riese IBM im Rahmen seiner zum elften Mal durchgeführten Studie „2016 Cost of Data Breach“ ermitteln lassen.

Wichtigstes Ergebnis der vom Ponemon Institute in den ersten zehn Monaten dieses Jahres durchgeführten Analyse: Die Gesamtkosten bei Datenverlusten betragen im Schnitt vier Millionen Dollar, gut 200.000 Dollar mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2013 entspricht dies gar einem Zuwachs von 29 Prozent.

Jeder verlorene Datensatz kostet die Unternehmen mittlerweile durchschnittlich 158 Dollar – im Vorjahr lag dieser Satz erst bei 154 Dollar. Insgesamt hat Ponemon während des Analysezeitraums 454 berichtete Hackerangriffe mit 12,7 Millionen verlorenen Datensätzen festgestellt.

Dabei sind unter anderem Anwaltskanzleien wegen ihrer vielen sensiblen Daten ein besonders beliebtes Angriffsziel: Dies zeigten etwa die Enthüllungen um tausende Briefkastenfirmen der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca im Frühjahr dieses Jahres, die unter der Begriff „Panama Papers“ bekannt geworden sind.

Weitere Ergebnisse der IBM-Studie, für die das Ponemon Institute 383 Unternehmen in 12 Ländern befragt hat, in der folgenden Infografik:

Quelle: Logikcull

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