Die Auswirkungen der jüngsten Änderungen bei Twitter für Unternehmen & Marken

Mehr Platz für Medien-Inhalte und Wörter, höhere Sichtbarkeit von Diskussionen – wie Marketiers vom kommenden Twitter-Update profitieren können.

Ende Mai hat Twitter einige auf den ersten Blick kleinere Änderungen innerhalb des Kurznachrichtendienstes angekündigt: Entgegen früheren Berichten bleibt das Twitter-eigene 140-Zeichen-Limit weiter bestehen – aber in einer aufgeweichten Form.

So können Nutzer beispielsweise bis zu vier Bilder pro Tweet mitverschicken, ohne dass diese auf das Zeichenlimit mitangerechnet werden. Ähnliches gilt für 30-sekündige Videos und GIFs – allerdings nur jeweils eins pro Tweet.

Weitere Änderung: Bei Antworten auf Tweets, also sogenannte @-Replies, und bei Erwähnungen, sprich @-Mentions, wird der User-Name nicht mehr mitgerechnet. Und Tweets mit „[email protected]“ zu Beginn sind nicht mehr notwendig: Während bisher Tweets mit „@“ am Anfang nur der direkte Empfänger sehen können (und diejenigen Follower, die beiden Diskutanten folgen), sehen derartige Diskussionen künftig alle Follower.

Auch zitierte Tweets fallen künftig ebenfalls nicht mehr unter das 140-Zeichen-Limit. Und last but not least: Jeder Twitter-Nutzer kann künftig auch seine eigenen Tweets retweeten beziehungsweise als „Quoted Tweet“ zitieren.

Die Auswirkungen dieser vermeintlich kleinen Änderungen insbesondere für Unternehmen und Marken auf Twitter sind nicht zu unterschätzen. Schließlich verfügen Marketiers künftig über deutlich mehr Platz für Wörter – auch wenn aussagekräftige Medien einem Tweet hinzugefügt werden. Die höhere Sichtbarkeit von Diskussionen dürfte das Nutzer-Engagement mit professionellen Twitter-Seiten zudem erhöhen.

Die wichtigsten Auswirkungen der Änderungen, die Twitter in den kommenden Monaten live schalten will, hat der kalifornische Software-Anbieter Zoho in der folgenden Infografik übersichtlich zusammengefasst:

Quelle: Zoho

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Alle Kommentare [3]

  1. Naja, kleinere Änderungen. Eigentlich ist die „[email protected]“-Änderung schon sehr groß, da einer der wichtigsten Filter bei Twitter wegfällt. Ich bin mir nicht sicher, ob die Nutzer_innen dies schon erfasst haben.
    Aber da es hier um Unternehmen geht: genau diese Änderung könnte auch für diese eine große Wirkung erfassen: in Zukunft bekommen die Follower alle Kommunikation direkt mit, nicht nur die eigenen Mentions bzw. die an die Followees. Ich könnte mir schon vorstellen, dass sehr hilfsbereite Unternehmen dadurch an Followern verlieren – ich werde z.B. wahrscheinlich @db_bahn entfolgen, da diese nun mal sehr hilfsbereit sind und mir dann die Timeline mit Support für für mich uninteressante User fluten. Insofern könnte es sich auch für kleinere Unternehmen (als Bahn, Telekom…) lohnen, einzelne Hilfs-Accounts einzurichten.

  2. Hallo Mario, danke für den Kommentar und die weitere Einordnung. Stimmt, so „klein“ sind die Änderungen nicht – daher bei mir auch das „vermeintlich“. Das Argument mit den Unternehmens-Accounts hatte ich in der letzten Konsequenz auch noch nicht bis zum Ende durchdacht, muss ich zugeben. Folge beispielsweise ebenfalls @db_bahn – das könnte dann in der Tat für viel Spam sorgen… Gruß Michael Kroker