Internet of Things: 97 Prozent kennen Vorteile von Big Data, aber nur 17 Prozent nutzen sie

Um die riesigen Datenmengen der immer zahlreicher vernetzten Geräte sinnvoll nutzen zu können, wird die Datenanalyse zum wichtigen Wettbewerbsfaktor.

Angefangen hat alles mit einer Softdrink-Maschine: 1982 haben Forscher der Carnegie Mellon Universität einen Coca-Cola-Automaten mit dem Internet verbunden, um den Füllstand online checken zu können – das Konzept des Internet of Things (IoT) wird mit der ersten „smarten“ Maschine real.

Heute, 33 Jahre später, sind nicht mehr nur Automaten und Produktionsmaschinen untereinander vernetzt: Connected Cars und Smart Homes gelten nicht mehr als Zukunftsmusik – und von der Automobilindustrie über das Gesundheitswesen kommt das Internet der Dinge in vielen Branchen auch in Deutschland zum Einsatz.

Bei den meisten Anwendungen steht die Auswertung der Daten im Zentrum, die die einzelnen Geräte produzieren und kommunizieren. Grund: Die Unternehmen profitieren von der Masse neu entstehenden IoT-Daten erst dann, wenn sie richtig ausgewertet und in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.

Anders ausgedrückt: Das Internet der Dinge beflügelt gleichsam ein anderes Mega-Thema der IT in neue Höhen, nämlich Big Data, also die blitzschnelle Analyse riesiger Datenmengen. Größtes aktuelles Problem in den Unternehmen: Zwar wissen 97 Prozent der Führungskräfte um die Vorteile von Big Data, jedoch setzen nur 17 Prozent diese Technologie bereits in der Praxis ein.

Daher kommt eine enorme Herausforderung auf die Unternehmen zu, die mitentscheidend über den Erfolg im Wettbewerb sein wird: Während in diesem Jahr rund 5 Milliarden Endgeräte miteinander kommunizieren, soll sich diese Zahl bis 2020 verfünffachen: Gut 25 Milliarden Endgeräte sollen in fünf Jahren bereits im Internet der Dinge vereint sein.

Allein in der Logistik wird beispielsweise das Wirtschaftspotential durch IoT in den nächsten zehn Jahren auf rund 1,9 Billionen US-Dollar geschätzt. Ein Netzwerk physikalischer Objekte, die über Sensoren Informationen aus ihrer Umgebung aufnehmen, verarbeiten, weiterleiten und darauf reagieren, versprechen für diese und andere produzierende Branchen vor allem eines: Optimierung – und das quasi in Echtzeit.

Weitere Zahlen & Fakten zum Thema Big Data und Internet der Dinge hat der Business Intelligence-Anbieter Qlik aus Radnor, Pennsylvania, in einer Infografik zusammengefasst – zum Vergrößern anklicken:

Quelle: Qlik (PDF)

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