Vom Großrechner 1950 über Amazon bis iCloud: Die Geschichte des Cloud Computing

Die wichtigsten Cloud-Meilensteine der vergangenen sechzig Jahre – angefangen beim Mainframe und dem Internet-Vorläufer Arpanet.

Eigentlich ist Cloud Computing – also die Software-Nutzung per Browser-Zugriff übers Internet – noch relativ jungen Datums: Laut Wikipedia ist der Begriff irgendwann in den Nuller Jahren durch Amazon & Co. aufgetaucht. Auf das Jahr 2009 datiert eine ausführliche Definition der US-Behörde National Institute of Standards and Technology.

Dennoch lässt sich das dem Cloud Computing zugrundeliegende Konzept – nämlich das Teilen von Rechnerkapazitäten über eine Remote-Zugriff zurückverfolgen bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Denn mit den Großrechnern jener Zeit kam auch das sogenannte Time Sharing auf. Damit ist der Mainframe letztlich so etwas wie der Urahn des heutigen Cloud Computings: Denn die Idee, dass verschiedene Nutzer oder Anwendungen zentralisierte Rechnerkapazitäten teilen, gilt bis heute.

Ein weiterer Vorfahre der Cloud ist das 1969 ins Leben gerufene Universitätsnetzwerks Arpanet: Jener Vorläufer des heutigen Internets führte erstmals das Konzept von geographisch verteilten, aber untereinander vernetzten Rechnern ein – auch dies bis heute eine wichtige Grundlage von Cloud Computing.

So richtig zündete der Cloud-Gedanke schließlich im Jahr 2006, als Amazon seinen Dienst Amazon Web Services (AWS) startete und eigene Rechner- und Speicherkapazitäten an Fremdfirmen vermietete. Inzwischen hat sich die Amazon-Cloud zum am schnellsten wachsenden Software-Geschäft der IT-Geschichte entwickelt, wie ich im vergangenen Jahr hier dargestellt habe.

Im Jahr 2011 hat Apple schließlich seinen Dienst iCloud gestartet – und das Cloud Computing damit sogar begrifflich nach vorn gerückt: So es der Nutzer zulässt, speichert und synchronisiert der Dienst automatisch alle an maximal zehn verschiedenen Apple-Geräten geschossenen Fotos, Videos und dort erstellte Dokumente in der Cloud.

Alle weiteren Stationen rund ums Cloud Computing gibt’s in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: ThoughtsOnCloud

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