Big Data: Deutsche Unternehmen bei Analyse von Maschinendaten auf Rang 2 in Europa

Die größten Probleme der IT-Verantwortlichen sind IT-Sicherheitsbedrohungen, Datenchaos und unbefriedigende Kundenerlebnisse.

Der amerikanische Software-Anbieter Splunk, hat untersucht, wie stark Unternehmen in fünf Ländern die Analyse von Maschinendaten im IT-Alltag nutzen. Besonderer Fokus lag dabei auf der Nutzung solcher Daten, die etwa in Web- oder Firmen-Servern anfallen, für das IT-Management.

Splunk ist spezialisiert auf Big-Data-Software zur blitzschnellen Analyse gigantischer Datenmengen. Dabei konzentriert sich der börsennotierte US-Anbieter vor allem auf die Durchforstung aller Arten von Maschinendaten, egal, ob von Großrechnern, Smartphones, Tablets, PCs oder Web-Servern. Damit können Unternehmen wiederum schneller und genauer Probleme diagnostizieren – vom Netzausfall beim Mobilfunk bis zum schiefgelaufenen Bestellvorgang im Online-Handel.

Wichtigster Befund der Studie: Unternehmen, die maschinengenerierte Daten zu nutzen wissen, können die drängendsten IT-Anliegen am ehesten meistern. Die aktuell drängendsten Probleme der befragten IT-Verantwortlichen: IT-Sicherheitsbedrohungen (25 Prozent mehr als 2013), Datenchaos (22 Prozent mehr) und unbefriedigende Kundenerlebnisse (21 Prozent mehr).

Die größte Sorge im IT-Management sind – wenig verwunderlich – Sicherheitsbedrohungen durch kompromittierte IT-Systeme. Die Analyse von Maschinendaten soll Unternehmen helfen, Einblicke in komplexe Daten und Systeme zu erlangen. Gleichzeitig führt sie aber auch zu größeren Sorgen um die eigene IT-Sicherheit. Grund: Firmen, die ihre Bedrohungen kennen, sind weniger selbstbewusst in ihrer Verteidigung als Unternehmen, die sich den Risiken nicht bewusst sind.

Grund für das gestiegene Datenchaos auf Rang zwei der Probleme: Der zunehmende Gebrauch von Cloud-Lösungen, der zu einer zunehmen komplexen IT-Infrastruktur führt. Ohne Big-Data-Analysen ihrer Maschinendaten erhalten viele Unternehmen demnach nur mangelhafte Einblicke in ihre heterogenen und komplexen IT-Landschaft.

Interessant auch noch die regionalen Unterschiede in Europa: So hat Splunk im Zuge der Umfrage eingeordnet, wie stark Unternehmen die Analyse von Maschinendaten nutzen, um Einblicke in ihre Daten zu gewinnen. Demnach ist Deutschland Nummer zwei in Europa, hinter – Überraschung – Spitzenreiter Frankreich. Auf den weiteren Plätzen folgen Großbritannien, die Niederlande und Schweden.

Weitere Zahlen & Fakten zu der von Quocirca durchgeführten Studie gibt’s in der folgenden Infografik:

Quelle: Splunk/Quocirca

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