Big Data sorgt schon 2016 für Speicher-Engpass; 2020 fehlt Speicher-Volumen von 6 Zetabytes

Im Jahr 2020 benötigt jeder Erdbürger im Schnitt 5200 Gigabytes Speicher – so viel wie eine Million Fotos oder 1500 HD-Filme oder 2,6 Millionen E-Books. 

Dass rund 90 Prozent aller Daten in den vergangenen zwei Jahren produziert wurden, habe ich erst kürzlich hier im Blog bei der Analyse der aktuellen Trends rund um das IT-Megathema Big Data näher beleuchtet.

Der amerikanische Festplattenhersteller Seagate beschäftigt sich ebenfalls intensiv mit den Herausforderungen durch die explodierenden Datenvolumina weltweit. So rechnet Seagate bereits im Jahr 2016 mit einem Speicher-Engpass, denn die Speichertechnologie wird zwar weiterentwickelt, hat aber technologische Grenzen. Denn trotz technologischer Weiterentwicklungen wird es immer schwieriger, auf molekularer Ebene immer mehr Daten auf ein und denselben Platz zu quetschen.

Zwar wird an Universitäten wird mit Hochdruck an neuen Technologien gearbeitet. Doch bis diese einsatzfähig sind, müssen sich Nutzer, Unternehmen und Politik mit den Konsequenzen und Herausforderungen bei der Datenspeicherung auseinandersetzen.

Laut Seagate wurden im Jahr 2013 weltweit 3,5 Zetabytes – das ist eine 35 mit 20 Nullen – digitale Daten erzeugt. Im Jahr 2020 werden es weltweit 40 Zetabytes sein – das entspricht einer Verzwölffachung innerhalb von sieben Jahren. Auf die Weltbevölkerung verteilt ergibt dies eine Datenmenge von 5200 Gigabytes pro Erdenbürger – so viel wie eine Million Fotos oder 1500 HD-Filme oder 2,6 Millionen E-Books.

Laut Seagate soll bis 2020 eine Lücke im weltweiten Speichermarkt von 6 Zetabytes klaffen – um ebenjenes Datenvolumen soll die Nachfrage dann oberhalb der weltweiten Speicherproduktion liegen. Eine schier unvorstellbare Menge an Informationen. Um sie zu speichern, braucht es allerdings weitaus mehr als einfach nur mehr Festplatten.

Viele weitere Zahlen & Fakten zur Speichernachfrage in der Vergangenheit und vor allem in den kommenden Jahren gibt’s in der untenstehenden Infografik:

Quelle: Seagate

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Alle Kommentare [1]

  1. Selbst wenn es immer mehr Speicherplatz geben wird – irgendwann wird auch dieser durch den stetig wachsenden Datenstrom belegt sein und dann ist es vorbei mit Abspeichern und dem digitalen Zeitalter. Was dann?! Ich sage, es ist auf Dauer eine Sackgasse!