DuckDuckGo vs Google: Der Shootout zwischen datensicherer und personalisierter Web-Suche

Der weltgrößte Internet-Konzern Google muss sich Herausforderern wie der Alternativ-Suche DuckDuckGo erwehren – ein Vergleich von David und Goliath.

DuckDuckGo gegen Google – das klingt wie der Vergleich zwischen dem jungen Emporkömmling und dem angestammten Platzhirschen, oder auch der Kampf David gegen Goliath: Auf der einen Seite der kalifornische Internet-Riese, dessen Online-Suchmaschine seit Jahren das Maß aller Dinge ist.

Auf der anderen Seite der amerikanische Herausforderer DuckDuckGo, der 2008 gegründet wurde und seit Bekanntwerden der Snowden-Affäre vor rund zwei Jahren ordentlich Rückenwind bekommen hat.

Wie meine Kollegen von WiWo.de erst am vergangenen Wochenende in einer großen Geschichte über die datensicheren Google-Alternativen berichtet haben, stiegen allein die Suchanfragen bei DuckDuckGo von 1,5 Millionen täglich vor den Enthüllungen auf mittlerweile über acht Millionen pro Tag.

Grund für den Anstieg: Im Gegensatz zu Google erhebt DuckDuckGo keine Datenspuren seiner Nutzer – das bedeutet: Die Suchmaschine speichert weder die IP-Adressen seiner User noch dessen Suchhistorie. Beide Punkte sind hingegen wichtige Details für Googles wichtigstes Geschäftsmodell, nämlich der personalisierten Aussendung von Online-Werbung.

Der bulgarische Suchmaschinen-Optimierer Optilocal hat die wichtigsten Unterschiede zwischen Herausforderer und Platzhirsch sowie eine Zeitleiste der Datenschutz-Ereignisse in einer großen Infografik zusammengestellt:

Quelle: Optilocal

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Alle Kommentare [4]

  1. Es ist auch ein Skandal, daß in Deutschland google.com still und heimlich zensiert wurde, früher war google.com frei verfügbar, mittlerweise wird auf den sehr stark zensierten google.de umgeleitet.

    Alleine deshalb benutze ich nur noch alternative Suchmaschinein wie z.B. ixquick.com oder dukduckgo.com.

  2. Genau! Machen wir Werbung für eine „Datenschutzsuchmaschine“ die nicht mal im Ansatz halten kann, was sie verspricht. Da hat der Redaktion wohl das Entlein gefallen. Kein Wort davon, dass Duck ein US Unternehmen mit Servern in den USA ist. Duck unterliegt damit dem FISA Act. Und da könnt ihr nun selbst recherchieren, was das ist. Hinzu kommt, dass Duck auf den Servern von Amazon gehostet wird. Warum nur, sind unsere Journalisten so blind. Recherche ist ein Begriff von gestern. Wir haben in Europa duzende Suchmaschinen. StartPage liefert 100% Google. Die sind sogar mit dem europäischen Datenschutzsigel ausgestattet. Da könnte man schreiben. Aber nein, die USA muss es sein. Blinde unter Blinden. Da lest mal eine anständige Zeitung, die recherchiert. https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-01/duckduckgo-startpage-ixquick-nsa

  3. DuckDuckGo unterliegt dem Patriot Act – nein danke! Wissen die Redakteure überhaupt, was passiert, wenn Uncle Sam die Userdaten von DuckDuck haben will? Sie werden still und heimlich gespeicher und herausgegeben, ohne dass die Nutzer jemals etwas davon erfahren. Amerikanische Anbieter sollte man heutzutage meiden wie der vielzitierte Teufel das Weihwasser. Da bleib ich lieber bei Startpage – die sitzen in Holland und halten wenigstens, was sie versprechen. Und Google-Ergebnisse krieg ich damit außerdem, sogar inklusive Privatsphäre.