Bedrohliche Entwicklung bei Twitter: Bedeutung von Mobile steigt – Wachstumsrate fällt

Vor zwei Jahren hat die Börse Facebook wegen fehlender Mobil-Erlöse gnadenlos abgestraft. Droht selbiges jetzt dem US-Kurznachrichtendienst?

Erst kürzlich hatte ich hier im Blog analysiert, dass Facebook im Dezember-Quartal erstmals mehr Werbeerlöse an Mobilgeräten denn an stationären Computern erzielt hat. Als Facebook kurz nach dem Börsengang 2012 dramatisch abgestraft wurde, war der Grund vor allem die seinerzeit noch fehlende Monetarisierung im Mobilgeschäft.

Sogar noch abhängiger von der Smartphone- und Tablet-Nutzung ist indes Twitter. Zwar wird der Kurznachrichtendienst laut jüngst vom Marktforschungshaus Nielsen erhobenen Zahlen pro Monat weniger als halb so lang mobil genutzt als Facebook. Aber der Abstand zwischen PC- und Smartphone-Nutzung ist bei Twitter deutlich größer:

Quelle: Mashable/Statista

Anders ausgedrückt: Twitter ist von der App-Nutzung noch deutlich stärker abhängig als Facebook. Umso gespannter darf man sein, ob der Mikrobloggingdienst mobil ähnlich schnell eine Monetarisierung hochfahren kann wie sein Social-Media-Rivale.

Gleichzeitig aber lässt die Wachstumsdynamik von Twitter deutlich nach: Im vierten Quartal 2013 wuchs Twitter nur noch um 30 Prozent auf nunmehr 243 Millionen Nutzer. Zum Vergleich: Das Wachstum von Facebook fiel erst jenseits der 800-Millionen-Schwelle unter 50 Prozent.

Quelle: Statista

Durchaus eine gefährliche Entwicklung für Twitter: Droht der Aktie, die aktuell immer noch deutlich über dem Ausgabekurs notiert, ein ähnlicher Absturz wie seinerzeit Facebook? Die kommenden Monate werden für den US-Kurznachrichtendienst jedenfalls spannend.

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