Prognose: Weltweit genutzte Smartphones überholen PCs im ersten Halbjahr 2014

Nächster Paukenschlag der mobilen Revolution: Auch bei der installierten Basis könnten Smartphones herkömmliche Rechner demnächst überholen.

Trotz allem Gerede von der Nach-PC-Ära und dem Ende des herkömmlichen Computers – ein Faustpfand haben die altehrwürdigen Rechenknechte bis heute behauptet: Mit insgesamt rund 1,6 Milliarden weltweit im Einsatz befindlichen Geräten – der so genannten installierten Basis – bilden PCs bis heute die größte Computing-Plattform.

Das könnte sich bald ändern, glaubt man dem Analysten Benedict Evans vom britischen Marktbeobachter Enders Analysis. Laut seiner im Dezember veröffentlichten Prognose könnten Smartphones (derzeitige installierte Basis: 1,3 Milliarden Geräte) dank des anhaltenden Booms bereits im ersten Halbjahr 2014 die PCs übertrumpfen:

Quelle: Benedict Evans/Enders Analysis

Zählt man die weltweit genutzten 200 Millionen Tablets hinzu, sind Mobilgeräte bereits heute fast auf dem Niveau herkömmlicher Computer. So oder so: Irgendwann im Laufe dieses Jahr startet es so richtig, das mobile Zeitalter – weil dann mehr Smartphones und Tablets rund um den Erdball verwendet werden als PCs.

Zum Hintergrund: Analyst Benedict Evans ist spezialisiert auf Studien und Analysen rund um Mobile Computing und hat erst im November eine umfangreiche Präsentation zum Thema publiziert. Darin konstatiert er unter anderem eine wachsende Irrelevanz von Microsoft – nicht als IT-Konzern allgemein, sondern bei den zunehmend mobiler werdenden IT-Geräten.

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Alle Kommentare [6]

  1. Das überrascht von der Menge her nicht wirklich. Interessant wäre es zu wissen, wie viele Smartphone/Tablet Anwender niemals im Besitz eines PCs waren. Oder auch: Wie viele Umsteiger auf die mobile Plattform gibt es, die ihren PC nicht weiter nutzen. 

  2. @Michael Kroker: Ich denke, beide Welten existieren doch noch eher parallel. Wie das letztendlich mit der Verdrängung aussieht, wird sich zeigen.

  3. Ja. Der Markt muss auch differenziert betrachtet werden. Geräte für Spiel und Spass zu Hause sind eine, Arbeitsgeräte eine andere Sache. Firmen die auf Chromebooks umsatteln könnten zwar enorme Einsparungen im IT-Bereich und erhebliche Produktivitätsgewinne erzielen. Doch die NSA hat den Trend zum arbeiten in der Cloud erst einmal ziemlich beendet. :-)

  4. Mich würde extrem interessieren wieviel % von allen Smartphones für den Beruf / Geschäfte genutzt werden. Falls jemand Einschätzungen dazu kennt wäre ich sehr dankbar für einen Hinweis!
    Danke!