Exklusiv: Neun von zehn Mitarbeitern sind stolz darauf, bei SAP zu arbeiten

Die aktuellen Ergebnisse der jährlichen Mitarbeiterbefragung zeigen: Die Stimmung der SAPler hat sich weiter aufgehellt – wenn auch geringerem Umfang als im Jahr zuvor.

Heute um 10 Uhr hat SAP-Personalchefin Luisa Delgado die Beschäftigten des Walldorfer Softwarekonzerns per E-Mail über die Ergebnisse der diesjährigen Mitarbeiterbefragung informiert. Das Ergebnis, das der „WirtschaftsWoche“ exklusiv vorliegt: Die interne Stimmung der SAPler hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter aufgehellt – wenn auch in geringerem Umfang als bei der Befragung 2011.

Insgesamt liegt die im so genannten Employer Engagement Index gemessene  Zustimmung der Beschäftigten bei nunmehr 79 Prozent, zwei Prozentpunkte über dem Wert von 2011. „Wir stoßen bei der Mitarbeiterzufriedenheit inzwischen in Regionen vor, die bald Politbüro-Ausmaße annehmen“, schmunzelt Jan Grasshoff, Leiter Personalentwicklung bei SAP. „Das bedeutet aber nicht, dass wir uns auf den Ergebnissen ausruhen.“ So habe sich das SAP-Management das Ziel gesteckt, die Zustimmungsrate bis 2015 auf 82 Prozent zu steigern.

In einzelnen Punkten liegen die Werte bereits heute darüber: So sind mittlerweile satte 91 Prozent der Mitarbeiter von den SAP den SAP-Produkten und Dienstleistungen überzeugt, ein Plus von zwei Prozentpunkten im Vergleich zu 2011. Mit 89 Prozent sind fast genau so viele SAPler stolz darauf, für den deutschen Software-Riesen zu arbeiten, eine Zunahme von einem Prozentpunkt. Mit einem Plus von vier Prozentpunkten stieg die Zustimmung zu den SAP-Unternehmenswerten auf 87 Prozent am stärksten.

SAP-Mitarbeiterbefragung 2012 (zum Vergrößern anklicken)

Groß ist die Veränderung vor allem im Vergleich zur Erhebung von Anfang 2010: Deren Ergebnisse, die Finanzchef Brand seinerzeit als “katastrophales Ergebnis” bezeichnet haben soll, führten zum Rausschmiss des damaligen SAP-Chef Léo Apotheker und der heutigen Doppelspitze mit den Co-CEOs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe. „Die Mitarbeiterzufriedenheit ist eines der Hauptziele der SAP – nur zufriedene Mitarbeiter können für ein Plus bei Umsatz und Marge sorgen, nicht umgekehrt“, sagt Personalmanager Grasshoff.

Im Rückblick erweist sich der Chefwechsel auch in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit als richtiger Schritt: In allen Kategorien zogen die Werte deutlich an; in  Kernfragen wie der Zustimmung zu den Produkten sowie den Unternehmenswerten kletterte die Zustimmung binnen zwei Jahren um stolze 17 Prozentpunkte. Die Mitarbeiterbindung – gemessen mit der Frage, ob man trotz eines besseren Jobangebots bei SAP bleiben würde – stieg im gleichen Zeitraum gar um 20 Prozent.

Größter Wermutstropfen ist in den Augen der Beschäftigten weiterhin das Thema Work-Life-Balance. Mit 48 Prozent ist die Zustimmung zwar ein Prozentpunkt höher als im Vorjahr, doch weiterhin sieht hier mehr als die Hälfte der SAP-Beschäftigten Verbesserungsbedarf. Ähnliches gilt für die Prozesse und Strukturen des Walldorfer Softwareanbieters – diese finden nur 52 Prozent in der derzeitigen Form in Ordnung. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Werte noch höher lägen. Auf beiden Bereichen liegt unser Hauptaugenmerk im kommenden Jahr“, sagt Grasshoff.

Befragt wurden in einem statistisch angepassten Verfahren die Hälfte der aktuell rund 65.000 SAP-Mitarbeiter; in jedem ungeraden Jahr wird die gesamte Belegschaft erfasst.

Verwandte Artikel:

Interne E-Mail: Integration von Ariba führt zu für weiterem Umbau bei SAP

SAP: Internes Rumoren über Cloud-Reorganisation

SAP-Finanzchef Brandt: “Unsere internen Ambitionen sind höher”

Wie die SAP-Chefs ihre Mitarbeiter auf Kostendisziplin einschwören

SAP: Stimmung bei den Mitarbeitern wieder deutlich aufgehellt

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*