Software-definierter Speicher – nächster Schritt in der IT-Virtualisierung

Der Einsatz von Flash-Speichern sorgt für einen Boom bei Software-definierten Speichersystemen mit einer Wachstumsrate von fast 40 Prozent pro Jahr.

Die sogenannte Virtualisierung ist einer der technischen Megatrends der IT: Gemeint ist damit die Verteilung von Software-Anwendungen auf verschiedene Hardware-Umgebungen. Ein wichtiger Bestandteil davon ist der sogenannte Software-definierte Speicher (SDS).

Zusammen mit anderen Virtualisierungstechnologien wie etwa virtualisierten Servern bildet SDS das Grundgerüst für das komplett per Software gesteuerte Rechenzentrum, das seine Dienste weitgehend automatisiert und abhängig von den jeweiligen Anforderungen an Speicher- und Computing-Power anbietet.

Dabei trennt SDS die Speichersoftware und Software-Dienste von der verwendeten Hardware, um Kostenersparnis, Flexibilität und Skalierbarkeit zu erreichen. Vor allem in Verbindung mit Flash-Speichern – sogenannten Solid-State-Disks (SSD) – statt herkömmlicher Festplatten kann SDS seine Stärken ausspielen.

Der seit einigen Jahren anhaltende Boom bei SSDs schlägt jetzt auch auf Sofware-definierte Speicher durch: Laut Schätzung des US-Analysehauses MarketsandMarkets soll der SDS-Markt von gut 4,7 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr bis 2021 auf 22,6 Milliarden Dollar förmlich explodieren – das enspricht einer jährlichen Wachstumsrate von fast 37 Prozent.

Laut einer Studie des Branchenanalysten IDC bietet Software-definierter Speicher einen enormen Kostenvorteil gegenüber herkömmlichen Speicher-Systemen (Network Attached Storage, NAS). Demnach ist der SDS-Ansatz beim Anbieter Red Hat 46 Prozent günstiger ist als ein entsprechendes 300-TB-NAS-System beim Einkauf: über einen Zeitraum von fünf Jahren lagen die Gesamtkosten von SDS 39 Prozent niedriger.

Weitere Zahlen & Fakten zum Thema Software-definierte Speichersysteme hat der Speicherhersteller Kingston Technology aus dem kalifornsichen Fountain Valley in der folgenden Infografik zusammengefasst:

Quelle: Kingston Technology

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