Achillesferse Akku: Zwei Drittel der Nutzer wünschen sich mehr Smartphone-Laufzeit

Die größten Akkufresser unter den Apps – und mit welchen Tipps & Tricks User längere Laufzeiten aus ihren Smartphones herauskitzeln können.

Ob Rechenpower oder Speicherausstattung – praktisch jedes technische Feature von Smartphones verbessert sich mehr oder weniger gemäß dem Moore’schen Gesetz, das besagt: Die Leistung von Halbleiterbausteinen verdoppelt sich im Schnitt alle 18 bis 24 Monate.

Wenig verwunderlich also, dass ein aktuelles iPhone 6S über die mehr als 1850-fache Rechenleistung wie der Computer des Apollo 11-Raumschiffs verfügt. Zudem hat es über fünfhunderttausend Mal mehr RAM und mit 128 Gigabyte vier Millionen Mal mehr Speicherplatz als der NSA-Rechner anno 1969.

In manchen Tech-Segmenten prescht der Fortschritt aber längst derart forsch voran. Eines der wichtigsten Themen ist das Thema Stromversorgung: Denn die Akkulaufzeit ist sozusagen auf dem Niveau vor ein paar Generationen stehengeblieben – der Akku ist heute längst die wahre Achillesverse von Smartphones.

Um im obigen Beispiel zu bleiben: Die acht Tage, die Apollo 11 vor fast einem halben Jahrhundert im Weltraum unterwegs war, hätten moderne Smartphones höchstens im Stand-by-Modus durchgehalten.

Daher wundert es nicht, dass sich zwei Drittel aller Nutzer längere Laufzeiten für ihre Smartphones wünschen. Schließlich halten die Akkus selbst moderner Geräten von Apple, Samsung & Co. bestenfalls einen Tag lang ohne zusätzliches Aufladen durch.

Dabei lauern in Smartphones gleich diverse Stromkiller: So verbrauchen etwa aktuelle Spiele wie das derzeit mega-populäre Pokémon Go am meisten Akkupower. Grund: Sie beanspruchen ständig sowohl Prozessor als auch Grafikchip und Bildschirm und saugen so den Akku leer.

Doch auch dauerhaft aktive Prozesse wie GPS oder Social-Media-Apps sind Gift für die Energiereserven. Die Facebook-App ist einer der größten Stromverbraucher unter mobilen Anwendungen, gefolgt von Spotify, Instagram, Path und der Amazon-Shopping-App.

Bildschirmhelligkeit reduzieren, nicht benötigte Datenverbindungen deaktivieren und automatisierte Aktivitäten beenden – so lässt sich am meisten Akkulaufzeit sparen. Weitere Tipps & Tricks zum Thema Smartphone-Akkus in der folgenden Infografik:

Quelle: Netzsieger

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Alle Kommentare [4]

  1. So soll ein Artikel sein: Vollkommen klare Tipps und Handlungsanweisungen – kein Schnickschnack, keine Werbung. Vielen Dank dafür.

  2. Wirklich gute Tipps, auch wenn mir die meisten davon schon bekannt waren. Der ärgste Akku-Killer ist momentan die Kälte, wenn ihr mich fragt. Das ist bei mir nämlich immer so: Ich lade den Akku auf und mache draußen nur ein, zwei Fotos und schon ist der Bildschirm schwarz. Eigentlich hat man grad noch 56% und plötzlich nichts mehr.
    Ich hab immer so eine Powerbank dabei, ohne gehts eigentlich gar nicht mehr. Auch wenn es dann ein bisschen länger dauert, bis der Akku wieder Power hat. Hintergrundaktualisierungen habe ich eigentlich permanent ausgeschaltet und die Helligkeit des Bildschirms ist immer minimum. Andererseits ist auch nicht schön, wenn man sein Handy nicht richtig benutzen kann, weil man immer Akku Angst hat.

    Freundliche Grüße