Mehr als 100 Millionen Angriffe mit Windows-Schadsoftware allein im Jahr 2021

Seit 2012 ist die Anzahl von Schadprogrammen, die auf Schwachstellen in Windows abzielen, im Schnitt um 23 Prozent pro Jahr angewachsen.

Generell haben Cyberangriffe auf Unternehmen und Privatpersonen in den Zeiten von Corona spürbar zugenommen, wie auch mehrfach hier im Blog behandelt. Dies liegt unter anderem daran, dass die Nutzung von Home Office und Videokonferenzen Hackern neue Möglichkeiten für Angriffe mit Schadsoftware bieten.

Atlas VPN, ein amerikanischer Anbieter von virtuellen privaten Netzwerken (VPN) – einer Technologie für die sichere verschlüsselte Kommunikation über das Internet – hat kürzlich Daten des deutschen IT-Security-Anbieters AV-Test analysiert.

Demnach markiert das Jahr 2021 bereits bis Ende November ein Rekordjahr bei Windows-basierter Malware: So verzeichneten die Forscher bis 23.11. bereits mehr als 107 Millionen Angriffe – das sind im Schnitt mehr als 328.000 Windows-Attacken am Tag:

Quelle: Atlas VPN

Auffällig an den Daten zudem: Die Anzahl von Schadprogrammen, die auf Schwachstellen im Windows-Betriebssystem abzielt, ist seit 2012 mit Ausreißern kontinuierlich gewachsen: Im Schnitt kommt jedes Jahr 9,5 Millionen neue Malware hinzu – ein jährliches Plus von 23 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

Trotz aller Bestrebungen von Microsoft, sein Betriebssystem mit eingebautem Antivirenschutz und Firewall stärker abzusichern, wird Windows von Hackern weiterhin deutlich häufiger attackiert als etwa MacOS von Apple – das freilich auch deshalb, weil Windows-Rechner immer noch am verbreitetsten sind.

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