Und es gibt sie doch, die echten Corona-Profiteure: Zoom mit erneutem Milliarden-Quartal

Bis heute profitiert der US-Videokonferenzdienst von der Viruspandemie – auch wenn das jüngste Umsatzplus unter den Erwartungen lag.

In mehreren Heftgeschichten für die WirtschaftsWoche habe ich sie bereits genauer beleuchtet, die Gewinner und Verlierer der Corona-Pandemie – denn in der deutschen Wirtschaft findet man beide Vertreter.

Auf der einen Seite jene Mittelständler, die die Krise genutzt haben, um die aufgeschobene digitale Transformation endlich umzusetzen. Dem stehen wiederum viele Firmen entgegen, die IT-Projekte auf Eis legen mussten und bei denen der Digitalisierungsrückstand sogar noch gewachsen ist.

Und schließlich gibt’s noch die echten Corona-Profiteure, also jene Unternehmen, deren Kerngeschäft dank der nunmehr fast zwei Jahre währenden Krise so richtig angekurbelt wurde.

Allen voran ist hier der amerikanische Videokonferenzanbieter Zoom zu nennen: Allein im März 2020, also der absoluten Frühphase der Pandemie, legte die Nutzerzahl des Dienstes um 110 Prozent zu, wie ich seinerzeit hier im Blog berichtete.

Allein vom ersten (Monate Februar bis April 2020) auf das zweite Quartal (Mai bis Juli 2020) des Fiskaljahres 2021 verdoppelten sich die Zoom-Umsätze – und kletterten seitdem kontinuierlich weiter:

Quelle: Statista

Damit nicht genug: Vorgestern vermeldeten die Amerikaner bei der Vorlage der Zahlen für das jüngste Geschäftsquartal (3Q2022) mit 1,051 Milliarden Dollar das zweite Milliarden-Quartal in Folge – weiterhin ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

An der Börse stürzte die Aktie gleichwohl ab: Weil das Plus im vorherigen Viertejahr noch bei 54 Prozent gelegen hatte, befürchten viele Aktionäre ein Ende des anhaltenden Corona-Booms. Dennoch stellt Zoom für das Gesamtjahr weiterhin ein Umsatzplus von 54 Prozent in Aussicht.

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