Jedes siebte Unternehmen in Deutschland ohne IT-Sicherheitsmaßnahmen

Obwohl die Mehrzahl der deutschen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Cybersicherheitsvorfall zu bewältigen hatte, glauben dennoch fast 40 Prozent, ihre IT-Systeme seien optimal geschützt.

Von welchen Cybersicherheitsrisiken geht in den nächsten zwölf Monaten eine Gefahr für Ihr Unternehmen aus? Welche Maßnahmen ergreift Ihr Unternehmen zum Schutz der IT-Infrastruktur? Diese und andere Fragen stellte Europas führende Crowdsourced-Security-Plattform YesWeHack 512 IT-Entscheidern in Deutschland. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse der Umfrage heute exklusiv vorab.

Demnach hatte die Hälfte der befragten Unternehmen in den letzten zwölf Monaten mit mindestens einem Cybersicherheitsvorfall zu kämpfen. Drei von zehn Befragten vermelden einen bis zehn Angriffe (29 Prozent), elf Prozent elf bis 20 Vorfälle. Fünf Prozent der Firmen berichten sogar von über 50 IT-Sicherheitsvorfällen.

Am häufigsten waren die Studienteilnehmer in den letzten zwölf Monaten mit Problemen bei der Zugriffskontrolle, wie unsicheres Design oder Implementierung von Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismen, konfrontiert. Knapp jeder zweite Befragte musste sich mit einem solchen Sicherheitsvorfall auseinandersetzen (48 Prozent).

Dennoch sagen mehr als ein Drittel der Studienteilnehmer (38 Prozent) über die IT-Systeme ihres Unternehmens, diese seien optimal gegen Cyberangriffe geschützt und das nötige Wissen über Cybersecurity sei bei den Mitarbeiter in der IT vorhanden.

Um ihre IT-Sicherheit zu gewährleisten, nutzen demnach sieben von zehn Unternehmen Endpoint-Security-Lösungen. 39 Prozent verlassen sich auf Security-Awareness-Trainings für ihre Mitarbeiter; und 26 Prozent setzen auf Audits und Pen-Tests.

Bemerkenswert ist, dass jedes siebte Unternehmen überhaupt keine Maßnahmen zum Schutz der IT ergreift (14 Prozent). Weitere fünf Prozent der befragten IT-Entscheider konnten keine Angabe zur Frage nach den Abwehrmethoden machen.

In jedem dritten Unternehmen gibt es zudem keine Person oder Gruppe, die hauptsächlich für das IT-Sicherheits- und Risikomanagement zuständig ist (31 Prozent). 40 Prozent der befragten Unternehmen nennen den CTO oder CIO als Hauptverantwortlichen, und nur 17 Prozent verfügen über einen dezidierten Chief Information Security Officer (CISO).

Für 37 Prozent der IT-Teams stellt aktuell die kontinuierlich wachsende Angriffsfläche und Komplexität, getrieben durch die digitale Transformation, die größte Herausforderung bei der Abwehr von Cyberangriffen dar.

34 Prozent nehmen die starke Zunahme von Cyberattacken über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg als größte Bedrohung wahr. 32 Prozent macht die gewachsene Anzahl der Angriffspunkte aufgrund der Arbeitssituation der Home-Office-Mitarbeiter Sorgen.

Weitere Zahlen & Fakten zu den IT-Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Unternehmen in der folgenden Infografik:

Quelle: YesWeHack

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