Krokers RAM: Der Nuance-Übernahme durch Microsoft dürften viele weitere Deals folgen!

Mein Rant am Morgen: Dass sich Microsoft den Software-Anbieter Nuance für 20 Milliarden Doller einverleibt, zeigt vor allem eins: Spracherkennung in Verbindung mit künstlicher Intelligenz ist längst kein Nischenthema mehr.

In der IT-Welt war wirklich ein Paukenschlag zu vernehmen in dieser Woche: Der Software-Gigant Microsoft verleibt sich den Anbieter von Spracherkennungssoftware Nuance ein – und blättert dafür knapp 20 Milliarden Dollar auf den Tisch.

Nuance ist Vorreiter in einem boomenden Markt: Der Erkennung, Umwandlung und Analyse von Sprache mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) sowie der Stimmbiometrie, also der Authentifizierung anhand von Stimmenmerkmalen – die ähnlich individuell sind wie ein menschlicher Fingerabdruck.

Nuance wird von vielen Unternehmen rund um den Globus eingesetzt, vor allem in Call- und Service-Centern. Die Deutsche Telekom verwendet die Software beispielsweise seit Ende 2018 in ihrer Hotline, damit Kunden sich mit ihrer Stimme identifizieren können – statt umständlich die zehnstellige Kundennummer anzugeben.

In diesem boomenden Segment mischen auch zwei deutsche Gründer mit, wie ich in der heute erschienenen WiWo beschrieben habe (Premium): I2x aus Berlin und Audeering aus  München. I2x analysiert Callcenter-Gespräche in Echtzeit und soufflert dem Agenten die passenden Begriffe. Audeering ermittelt die Emotion des Sprechenden, spannend unter anderem für die Marktforschung.

All dies beweist: Spracherkennung in Verbindung mit künstlicher Intelligenz ist längst kein Nischenthema mehr. Und dem Microsoft-Deal dürften in den kommenden Jahren noch viele weitere Übernahmen folgen.

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