Wie das Smartphone 40 Jahre Wachstum in der Kamera-Industrie abrupt gestoppt hat

Innerhalb einer Dekade sind die weltweiten Verkäufe von Digitalkameras um 87 Prozent eingebrochen – und es gibt weitere Opfer des Smartphone-Booms.

Ganz neu ist der Befund nicht: Schon im März 2016, also vor viereinhalb Jahren, habe ich hier im Blog einen Beitrag unter einer musikalisch konnotierten Überschrift veröffentlicht: „Smartphones killed the Camera Star

Wie stark der Wandel weg von Digitalkameras hin zu iPhone, Galaxy & Co. abgelaufen ist, zeigt sich fast noch deutlicher an einem echten Langfristvergleich: Denn tatsächlich haben die Smartphones eine mehr als 40-jährige Wachstumsphase in der Kamera-Industrie abrupt gestoppt.

Inklusive der mit Filmen gefütterten Analog-Kameras boomten Knipskästen sogar seit Anfang der 1950er Jahre. Und mit dem Aufkommen der Digital-Kameras rund um die Jahrtausendwende vervierfachten sich die Geräteabverkäufe von rund 30 Millionen im Jahr 2000 auf knapp 120 Millionen im Jahr 2010:

Quelle: CIPIA/Statista

Um in der vergangenen Dekade stark einzubrechen: Zwischen 2010 und 2019 gingen die weltweiten Verkäufe von Digitalkameras um satte 87 Prozent zurück, so der japanische Branchenverband CIPA, zu dem unter anderem Hersteller wie Olympus, Canon oder Nikon gehören.

Dabei sind Digitalkameras längst nicht das einzige Opfer des Smartphone-Booms: iPhone, Galaxy & Co. haben längst einen Status als digitale Alleskönner – und dadurch auch spezielle Navigationssysteme oder MP3-Player inzwischen fast gänzlich verdrängt:

Quelle: CEMIX/Statista

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