Zwei Drittel der Deutschen wollen auf mobiles Arbeiten nicht mehr verzichten

Der Anteil der Beschäftigten, die Remote-Arbeit als Grundvoraussetzung und nicht als Privileg sehen, ist seit Anfang dieses Jahres um 30 Prozent gestiegen.

Die vergangenen sechs Monate haben Unternehmen dazu gezwungen, schnell neue Arbeitsplatzkonzepte zu schaffen, bei denen ‚Arbeit‘ nicht gleichbedeutend mit ‚Büropräsenz‘ ist.

Dabei empfinden viele Beschäftigte mobiles Arbeiten nicht länger als Privileg – ganz im Gegenteil: Mehr als zwei Drittel aller Deutschen geben an, dass sie ortsunabhängiges Arbeiten positiv bewerten und darauf auch in Zukunft nicht mehr verzichten wollen (69 Prozent).

Das ist der zentrale Befund einer neuen, globalen Studie des amerikanischen Software-Anbieters VMWare, bei der Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Personalwesen und IT befragt wurden. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse der Studie heute exklusiv vorab.

Demnach ist der Anteil der Beschäftigten in Deutschland, die Remote-Arbeit als Grundvoraussetzung und nicht als Privileg sehen, seit Anfang dieses Jahres um stolze 30 Prozent gestiegen. Bei Mitarbeitern aus der sogenannten Generation X in EMEA ist dieser Anstieg mit 53 Prozent sogar noch weitaus größer.

Auf diese Wünschen müssen sich Führungskräfte anpassen, um virtuelle Teams richtig zu führen. Bisher denken die Manager aber weiterhin traditionell: Vier von zehn befragten Entscheidungsträger befürchten, dass ihr Team nicht konzentriert bei der Arbeit bleibt, wenn es remote arbeitet (40 Prozent).

Drei von zehn Managern sind der Meinung, dass die bestehende Management-Kultur mobiles Arbeiten erschwert (29 Prozent), und mehr als die Hälfte fühlt sich zunehmend unter Druck, außerhalb der normalen Arbeitszeiten online zu sein (57 Prozent). Diese Faktoren deuten darauf hin, dass die traditionellen Denk- und Arbeitsweisen der Führungsebenen von oben nach unten umgestaltet werden müssen.

Unternehmenskultur an die Anforderungen mobiler Mitarbeiter anpassen

Auf der anderen Seite stehen die eindeutigen Vorteile flexibler Arbeit für Unternehmen und Mitarbeiter: So profitieren Unternehmen von der vielfältigen Auswahl an jungen Talenten und qualifiziertem Personal weltweit.

Seitdem mobiles Arbeiten auf dem Vormarsch ist, bestätigen fast drei Viertel der befragten Mitarbeiter, dass sich persönliche Beziehungen zu ihren Kollegen verbessert haben (74 Prozent), fast zwei Drittel melden sich in Videokonferenzen verstärkt zu Wort (64 Prozent), und 74 Prozent fühlen sich weniger gestresst.

Darüber hinaus sind Arbeitsmoral (36 Prozent) und Produktivität (40 Prozent) gestiegen. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass neue Führungskräfte leichter rekrutiert werden (69 Prozent), dies gilt insbesondere für die Einstellung berufstätiger Eltern (82 Prozent) und Angehöriger von Minderheiten (73 Prozent).

Hinsichtlich der Innovationskraft stimmen fast drei Viertel der Befragten zu, dass innovative Ideen jetzt häufiger von verschiedensten Stellen innerhalb des Unternehmens kommen als früher (72 Prozent).

Weitere Zahlen & Fakten zum mobilen Arbeiten in der folgenden Infografik:

Quelle: VMWare

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