Wie viel persönliche Daten wert sind: Markt für Datenhandel weltweit 200 Milliarden Dollar

In den USA sind bei Datenhändlern 80 Prozent aller E-Mail-Adressen für im Schnitt 89 Dollar erhältlich – je nach Branche aber auch deutlich mehr.

Der An- und Verkauf von persönlichen Daten ist ein Milliardengeschäft. Die weltweit insgesamt 4000 Daten-Broker tummeln in sich in einem Markt, der insgesamt rund 200 Milliarden Dollar schwer ist.

Wie wertvoll die verschiedenen Datensätze von Konsumenten sind, zeigt ein Blick auf die durchschnittlichen Preise, welche die Datenhändler bereit sind, für die entsprechenden Daten auf den Tisch zu blättern.

Ein Data Broker bietet etwa eine Liste mit 1000 Personen und Details zum jeweiligen Gesundheitszustand wie etwa Anorexie, dem Missbrauch von Medikamenten oder Depressionen für 79 Dollar an.

Noch wertvoller sind persönliche E-Mail-Adressen für Markenanbieter über die Lebensspanne eines Nutzers: 89 Dollar beträgt der Durchschnittswert je Mail-Adresse – höher für Reiseanbieter (251 Dollar) und niedriger für Einzelhändler (89 Dollar).

Obwohl die Industrie noch vergleichsweise neu ist, ist der Umfang der Informationen, mit denen die Daten Broker handeln, riesig: Der Datenhändler Towerdata nennt 80 Prozent aller amerikanischen E-Mail-Adressen sein Eigen; die Wirtschaftsauskunftei Equifax verfügt über Gehaltsabrechnungs-Daten von 39 Prozent der angestellten Amerikaner.

Und da ja gerade erst die US-Präsidentschaftswahlen stattfanden: Datenbanken wie CampaignGrid und ProPublica verfügen über Informationen zu politischen Präferenzen oder Kampagnen-Mitwirkung von rund 80 Prozent aller registrierten US-Wähler.

Weitere Zahlen & Fakten zum Wert persönlicher Informationen in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: WebFX

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