Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen bevorzugt Internet-Telefonie aus privater Cloud

Fast jede zweite Firma in Deutschland nutzt inzwischen Cloud-Telefonie im Contact Center für die Kundenkommunikation – oftmals der erste Schritt für die komplette Ablösung der herkömmlichen Bürotelefoniesysteme.

Die Corona-Pandemie hat den Trend hin zur Cloud zusätzlich verstärkt, indem sie die Geschäftswelt in kürzester Zeit auf den Kopf gestellt und gezeigt hat, dass Unternehmen Lösungen brauchen, die es ihnen ermöglichen, auch unter ungewohnten Umständen agil zu sein und produktiv zu bleiben.

Ein wichtiger Faktor dafür ist die Ablösung herkömmlicher Bürotelefoniesysteme durch Cloud-basierte Lösungen, die etwa eine schnelle Rufumleitung ermöglichen. Ein Ansatzpunkt in der Digitalisierung, der bisher gerade von deutschen Unternehmen aber noch weitgehend verschmäht wird – siehe meine Geschichte in der WiWo von heute (€).

Allerdings scheinen die Firmen gerade aufgrund der Erfahrung in der Corona-Phase umzudenken: So gaben 46 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, dass sie sich schon heute auf eine Cloud-basierte Lösung für ihr Contact Center, dem Callcenter mit integrierten weiteren Kundenkanälen, verlassen würden – oftmals der erste Schritt für die komplette Umstellung auf Cloud-Telefonie.

Das ist einer der zentralen Befunde einer Studie, die der kanadische Anbieter von Lösungen zur Unternehmenskommunikation Mitel kürzlich durchgeführt hat. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

So haben die Unternehmen erkannt, dass sich ein Wechsel in die Cloud nur dann lohnt, wenn diese ihren geschäftlichen Herausforderungen und Bedürfnissen gerecht wird. So gilt mehr Agilität für 59 Prozent als wichtiges Entscheidungskriterium und erhält damit weitaus größere Bedeutung als rein funktionelle Aspekte. Vorteile durch neue Innovationen sind für 27 Prozent ebenso ein bestimmender Faktor bei der Entscheidung für die Cloud-Migration.

In Vertragsfragen hat das Bedürfnis nach Flexibilität Vorrang vor allen anderen Kriterien. 47 Prozent der befragten Deutschen wollen den Anbieter sofort wechseln können, wenn der gebotene Service nicht den Vertragsvereinbarungen entspricht. Die schnelle Entwicklung von Cloud-Anwendungen hat bei vielen Unternehmen zu einem höheren Bedarf an offenen Vertragsmodellen geführt.

Deutsche Unternehmen präferieren Private-Cloud-Angebote, die ihnen das Hosting von Anwendungen auf dedizierten Servern und gegebenenfalls auch im eigenen Rechenzentrum erlauben. Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen gab in der Umfrage an, diesen Ansatz zu bevorzugen (45 Prozent), gefolgt von hybriden Cloud-Architekturen (28 Prozent) und der Public Cloud (16 Prozent).

Weitere Zahlen & Fakten zu den Erwartungen der Unternehmen an Cloud-Telefonie in der untenstehenden Infografik – zum Vergrößern bitte zwei Mal anklicken. Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich, liebe Leserinnen und Leser, in den hoffentlich verdienten Sommerurlaub. Meinen nächsten Blog-Beitrag können Sie hier dann wieder am 10. August lesen.

Quelle: Mitel

Verwandte Artikel:

Gaia-X: Für 85 Prozent der deutschen Firmen ist digitale Souveränität wichtiges Ziel

Hälfte der deutschen IT-Entscheider wollen ihre Daten nicht in US-Clouds speichern

Die Hälfte aller Daten in der Cloud gespeichert

9 von 10 Firmen migrieren in die Cloud – jedes 3. bisher ohne erkennbare Vorteile

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*