Internet of Things: Systeme für physische Zugangskontrolle am gefährdetsten für Angriffe

Mehr als die Hälfte der Unternehmen weltweit sind bei ihrer Cybersicherheit am meisten besorgt über Angriffe mit IoT-Geräten.

Wenn immer mehr Geräte, Gadgets und Maschinen im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) miteinander vernetzt werden, steigen auch mögliche Angriffszenarien und Sicherheitsrisiken immer steiler an.

Aktuell sind intelligente Gebäude, medizinische Geräte, Netzwerkgeräte und VoIP-Telefone die riskantesten Gerätegruppen im IoT. Dies ist der zentrale Befund einer Studie des amerikanischen Spezialisten für Gerätesichtbarkeit und -kontrolle Forescout. „Kroker’s Look @ IT“ veröffentlicht die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

Für den Report hat Forescout die Cyber-Sicherheitsrisiken von 8 Millionen Geräten analysiert, die in 5 Branchen (Finanzdienstleistungen, Regierung, Gesundheitswesen, Fertigung und Einzelhandel) eingesetzt werden.

Die Gerätetypen, die das größte Risiko darstellen, sind diejenigen innerhalb physischer Zugangskontrollsysteme. Sie sind allgegenwärtig und öffnen buchstäblich die Türen zur physischen Welt, indem sie die Kluft zwischen dem Cyber- und dem physischen Bereich überbrücken.

Daher sind Lösungen für physische Zugangskontrollsysteme die Systeme mit dem höchsten Risiko, da es viele kritische offene Ports, viele Verbindungen zu riskanten Geräten und bekannte Schwachstellen gibt.

Weitere wichtige Ergebnisse der Untersuchung:

  • Die 10 risikoreichsten Gerätetypen umfassen unter anderem medizinische Geräte und Netzwerkgeräte.
  • Windows-Arbeitsplätze stellen nach wie vor ein erhebliches Risiko für Unternehmen dar. Mehr als 30 Prozent der verwalteten Windows-Geräte in der Fertigung und mehr als 35 Prozent im Gesundheitswesen laufen auf nicht unterstützten Versionen von Windows.
  • Zudem sind fast 30 Prozent der verwalteten Windows-Geräte in der Finanzdienstleistungsbranche nicht gegen die BlueKeep-Schwachstelle gepatcht sind. Diese betrifft nur Betriebssystem-Versionen älter als Windows 10 und ist laut BSI ein mögliches Einfalltor von Wurmangriffen.

Die Anzahl und Vielfalt der angeschlossenen Geräte hat in praktisch allen betrachteten Branchen neue Herausforderungen für alle Organisationen geschaffen. Einem kürzlich erschienenen Bericht des Ponemon-Instituts zufolge sind die Befragten aus mehr als der Hälfte der untersuchten Organisationen am meisten besorgt über Angriffe mit IoT-Geräten.

Weitere Ergebnisse der IoT-Studie von Forescout in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Forescout

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