In eigener Sache: Kein Aprilscherz – 20 Jahre WirtschaftsWoche

Heute vor genau zwei Dekaden war mein allererster Arbeitstag bei der WiWo in Düsseldorf – meine erste Titelstory wurde dann im August 2000 veröffentlicht.

Es ist mir erst viele Jahre später aufgefallen, aber meine Jobpremiere bei der „WirtschaftsWoche“ datiert tatsächlich auf den 1. April 2000. Ein Aprilscherz war das Engagement für mich dennoch nicht, ganz im Gegenteil: Ich hatte, damals 29-jährig, gerade knapp drei Jahre für eine IT-Fachzeitung in Köln geschrieben – und freute mich sehr darüber, künftig für ein renommiertes Magazin wie die WiWo zu arbeiten.

Meine erste Geschichte folgte keine zwei Wochen später: Und zwar über den Kampf von Palm, Handspring & Co. bei den digitalen Organiszern – klingelt’s bei den Namen noch bei irgendwem? Lang ist’s jedenfalls her. Meine allererste WiWo-Geschichte datiert aber bereits auf März 1999, weil ich die neben meiner Fachzeitungs-Tätigkeit „frei“ in Düsseldorf angeboten hatte – über Informationssysteme im Handel.

Spannender erscheint mir da ein Blick zurück auf meine erste WiWo-Titelgeschichte: Die erschien in WiWo 33/2000 im August 2000 über Spyware, also spezielle Schnüffelsoftware auf vielen PCs, die Nutzer heimlich ausspäht und die Daten heimlich übers Internet überträgt (Grafik zum Vergrößern anklicken):

Ein Thema also, das auch heute noch sehr aktuell ist, auch wenn es inzwischen eher Phishing genannt wird – für „Password fishing“ – und teilweise auf Mobilgeräte statt auf stationäre Rechner abzielt; denn das Grundprinzip ist ähnlich (die Heft-Version der Titelgeschichte inklusive Layout gibt’s hier auf meiner Facebook-Page, den Text zum Nachlesen als Tumblr-Kopie dort).

Derart beständig war aber sonst nicht Vieles in den vergangenen 20 Jahren – ganz im Gegenteil: Ich erinnere mich, dass es Anfang/Mitte 2000 tatsächlich Börsengerüchte gab, ob Sony möglicherweise Apple schlucken wolle – denn die Jobs-Company hatte seinerzeit gerade mal eine niedrige zweistellige Milliardenbewertung. Seinerzeit waren weder der iPod – er kam 2001 – geschweige denn iPhone & Co. am Horizont erkennbar. Der Rest ist dann schon wieder eine ganz eigene Geschichte.

Entsprechend hoch war die Veränderungsgeschwindigkeit in der IT-Branche eigentlich immer – mit einem wichtigen Nebeneffekt für mich persönlich: Denn trotz nunmehr zwei Dekaden bei der WiWo auf dem Buckel schreibe ich über all die Neuerungen und Innovationen durch Technologie und Digitalisierung immer noch mit derselben Begeisterung wie damals, als es losging in der Kasernenstraße in der – zumindest aus Kölner Sicht – ja eigentlich verbotenen Stadt: Denn langweilig wird’s durch diese Dynamik jedenfalls selten.

In diesem Sinne: Auf die nächsten zwei Dekaden… oder so 😉

Verwandte Artikel:

In eigener Sache: 10 Jahre „Kroker’s Look @ IT“

In eigener Sache: Auszeichnung zu einer der 25 Xing Top Minds des Jahres 2019

In eigener Sache: Auszeichnung zu einem der 40 Xing-Spitzenwriter 2018

In eigener Sache: Auszeichnung zum deutschen Blogger-Champion 2018 in der IT

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [4]

  1. Die Zeit vergeht ziemlich schnell. Seit dem 3 Jahr mit dabei.

    Top was ihr hier macht. Weiter so.