Die Bad Bots im E-Commerce kommen: Vier von fünf Angriffen auf Shopping-Sites anspruchsvoll

E-Commerce-Anbieter leiden unter einer ständigen Flut von bösartigen maschinengenerierten Anfragen, um Preise und sonstige Dinge abzugreifen.

So sehr Shopping im Internet boomt, so sehr werden die entsprechenden Sites auch zur attraktiven Zielscheibe für Cyberattacken – das ist das Ergebnis einer Studie des amerikanische IT-Sicherheitsanbieters Imperva.

Demnach nehmen böswillige Bots-Angriffe auf E-Commerce-Websites zu. So sind 2019 fast vier Fünftel als moderat oder anspruchsvoll einzustufen (79,2 Prozent). Im Vorjahr belief sich diese Zahl noch auf gut drei Viertel (75,8 Prozent).

Die Bad Bots kommen also: E-Commerce-Unternehmen leiden unter einer ständigen Flut von bösartigen maschinengenerierten Anfragen, die Kriminelle, Konkurrenten, Wiederverkäufer und Investmentgesellschaften verwenden, um unbefugte Preisabweichungen, Bestandskontrolle, Bestandsverweigerung, Scalping durch Reseller, Kundenkontoübernahme, Geschenkkartenmissbrauch, Spam-Kommentare, Transaktionsbetrug und mehr durchzuführen.

Diese Aktivitäten schaden nicht nur dem Kundenerlebnis und der Marke. Sie führen vor allem zu schlechter Website-Performance und sogar -Ausfallzeiten, was letztendlich zu Umsatzeinbußen in Spitzenverkehrszeiten wie Black Friday und Cyber Monday führt.

Weitere wichtigste Ergebnisse der Studie:

  • Bad Bots, Good Bots und Menschen: Der E-Commerce-Verkehr besteht aus 17,7 Prozent Bad Bots, 13,1 Prozent Good Bots und 69,2 Prozent menschlichem Traffic.
  • Angriffsvielfalt: Die Fülle der Bot-Angriffe ist im E-Commerce vielfältiger als in den meisten anderen Branchen. Diese Angriffe umfassen unbefugtes Price- und Content Scraping – also Preis- und Inhaltsverfolgung des Wettbewerbs -, Bestandsverweigerung, Scalping durch Reseller, Übernahme von Kundenkonten, Kreditkartenbetrug und Geschenkgutscheinbetrug.
  • Herkunftsland: Die fünf Länder, aus denen die Bad Bots des E-Commerce stammen, sind die USA (63,6 Prozent), Deutschland (10,1 Prozent), Frankreich (6,2 Prozent), Kanada (5,5 Prozent) und China (4,9 Prozent). Jedes Land trägt im Vergleich zu anderen Branchen einen höheren Anteil am Bad Bot Traffic auf E-Commerce-Seiten bei.
  • Browser-Imitation: Die fünf Browser, mit denen Bad Bots im E-Commerce ihre Identität am besten maskieren, sind Chrome (66 Prozent), Firefox (13,6 Prozent), Safari (6,8 Prozent), SEMRush (4,9 Prozent) und Android Webkit (2,2 Prozent). Das zeigt, dass die Mehrheit der E-Commerce-Bots versucht, sich durch die Darstellung der beliebtesten Browser deutlich zu verstecken.

Die wichtigsten Zahlen & Fakten rund um Bad Bots zusammengefasst in der folgenden Infografik:

Quelle: Imperva

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