Cloud wickelt 22 Prozent aller IT-Arbeitslasten in Firmen ab – doppelt so viel wie vor 5 Jahren

Gemessen an den gesamten IT-Aufgaben  hat Cloud Computing noch viel Raum für Wachstum – wie sehr, zeigen die Datenvolumina, die in der Cloud mittelfristig höher als bei Endkunden wie im Unternehmen sein werden.

Zweiter Teil meiner Auswertung der 2019er Ausgabe von „Internet Trends“, der legendären Studie von Mary Meeker, Partnerin des renommierten Risikokapitalunternehmens Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB). Der erste Teil in der vergangenen Woche drehte sich um Social-Media-Dienste und das überproportionale Wachstum von YouTube und Instagram in den letzten zwei Jahren.

Im Business-to-Business-(B2B)-Segment ist seit Jahren Cloud Computing eines der wichtigsten Themen – das inzwischen auch in Deutschland Standard geworden ist. Laut des in der vergangenen Woche veröffentlichten Cloud Monitors 2019 von Bitkom und KPMG setzen drei von vier hiesigen Unternehmen auf die Cloud – ein Rekordniveau.

Das freilich können auch nur einzelne Dienste wie etwa eine Tabellenkalkulation sein, die statt PC-Anwendungen etwa aus der Internet-Wolke bezogen wird. Umso spannender ist die Frage, welchen Anteil die Cloud an den gesamten IT-Arbeitslasten im Unternehmen hat.

Quelle: KPBC

Laut des Meeker-Reports wickelt Cloud Computing, zumindest in den USA, inzwischen 22 Prozent aller sogenannter „Enterprise Workloads“ ab. Das ist eine Verdopplung gegenüber dem Wert von vor fünf Jahren, also im Jahr 2013.

Das heißt also: Gemessen an der gesamten IT-Abwicklung hat die Cloud in vielen Firmen immer noch sehr viel Raum für Wachstum, schlicht weil viele Anwendungen wie etwa die gesamte Unternehmenssoftware zur Steuerung von Finanzbuchhaltung oder Personalwesen vielfach noch on-premise auf Firmenrechnern läuft.

Quelle: KPBC

Wie sehr die Cloud weiterhin im Kommen ist, zeigt ein Blick auf eine andere Metrik, nämlich Daten: Gemessen am gesamten Datenaufkommen, werden bald schon die von Unternehmen erzeugten Volumina, Stichwort Internet of Things und Vernetzung, die Daten der Endnutzer überflügeln – bis in nicht allzuferner Zukunft ungefähr im Jahr 2022 die Cloud alle beide abhängt.

Das Gros aller Daten wandert also mittelfristig in die Internet-Wolke.

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