WaaS ist denn das?! Jetzt kommt der digitale Arbeitsplatz zur Miete aus der Cloud

Den kompletten digitalen Arbeitsplatz zu mieten verspricht insbesondere Mittelständlern Vorteile wie fixe Kosten, Skalierbarkeit und Aktualität.

Das Prinzip „Nutzen statt besitzen“ setzt sich in vielen Lebensbereichen durch: Um Auto zu fahren, muss man heute keines mehr besitzen – Ridesharing-Apps wie Uber oder Carsharing-Dienste wie DriveNow oder Car2Go machen’s möglich.

Auch in der Informationstechnologie ist der Trend „as a Service“ – also bestimmte IT-Dienste zu mieten – längst Mainstream: Das gilt für „Software as a Service“ – also klassische Anwendungen aus der Cloud – ebenso wie „Infrastructure as a Service“, sprich dem Mieten von Server-Kapazitäten in der Internet-Wolke.

Nun ist der „as a Service“-Trend auch am Arbeitsplatz angekommen. Seit kurzem kann man den kompletten digitalen Arbeitsplatz mieten – angefangen bei der Infrastruktur, über die Anwendungsgeräte bis hin zu Telefonie, Business-Software und Cloud-Speicher. Der Name dieses IT-Konzepts wird mit dem Begriff „Workplace-as-a-Service“, kurz WaaS, zusammengefasst.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sowie Startups hat WaaS viele Vorteile: Durch den fixen monatlichen Mietpreis etwa werden die Ausgaben für IT zu Betriebskosten und können damit vollständig steuerlich geltend gemacht werden.

Mit der monatlichen Miete ist bei Workplace-as-a-Service die komplette Nutzung der zur Verfügung gestellten Technik abgedeckt. So ist es nicht mehr notwendig, tiefgreifende Kenntnisse über IT aufzubauen – gerade in kleinen Unternehmen ein zeitlicher Kostenfaktor, den kaum jemand stemmen kann.

Weitere Vorteile umfassen die Punkte Skalierbarkeit und Aktualität. Im Prinzip funktionieren WaaS-Angebote wie eine externe IT-Abteilung. Die Technik ist stets auf dem aktuellen Stand, ob es sich nun um Updates oder aber das Gerät oder die Lizenz in seiner Gänze handelt. Wenn etwas nicht funktioniert, rufen Nutzer auf einer Service-Hotline an oder schreiben dem Service-Team eine E-Mail.

Ein dritter Vorteil von WaaS ist die Skalierbarkeit: Was man nicht besitzt, sondern nur mietet, kann man relativ leicht austauschen, alte Notebooks zum Beispiel. Oder aber, wenn das Geschäft wächst, bucht man neue Software-Lizenzen schnell dazu. Gleiches gilt – idealerweise – für die andere Richtung. Wenn sich mein Business verändert, kann ich auch mein „Workplace“-Arrangement vergleichsweise einfach anpassen.

Der Markt scheint auf derartige Angebote jedenfalls anzuspringen: Laut des IT-Marktforschungsunternehmens PAC aus München wuchs das WaaS-Geschäft 2017 um satte 30 Prozent. Allein in den vergangenen drei Jahren hat sich das Marktsegement nahezu verdoppelt – und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht.

Weitere Zahlen & Fakten zum neuen Markt Workplace-as-a-Service in der folgenden Infografik:

Quelle: IPD Now

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