Wie Ransomware funktioniert – und wie man sein Unternehmen davor schützt

Nicht erst seit WannaCry ist Erpressersoftware eine der größten Bedrohungen – 2016 haben sich die Attacken gegenüber dem Vorjahr verdreifacht.

Schon 2016 zählte Erpresser-Software zu den wichtigsten Bedrohungen der IT-Security überhaupt – gar mit der eigenen Namensgebung Ransomware, ein zusammengezogener Begriff aus „Ransom“ – Englisch für Lösegeld – sowie Software: Mithilfe von Ransomware kapern Internetkriminelle Dateien auf Rechnern, verschlüsseln diese – und geben sie erst gegen eine Lösegeldzahlung wieder frei.

Die weltweite Attacke mit dem WannaCry-Virus Mitte Mai hat schließlich die Verwundbarkeit vieler IT-Systeme und Unternehmen eindrucksvoll belegt – und zudem die „WirtschaftsWoche“ zu einer Titelgeschichte über die besonderen Herausforderungen des lahmen & löchrigen Internets in Deutschland bewogen (hier die komplette Geschichte).

Passend dazu hat die amerikanische Digital-Agentur DiscoverTec aus Jacksonville in Florida kürzlich die wichtigsten Zahlen und Fakten zu Ransomware zusammengetragen. Demnach haben sich die Attacken mit Erpresser-Software 2016 im Vergleich zum Jahr davor glatt verdreifacht.

Die wichtigsten Ransomware-Varianten heißen Erebus, Locky, Killdisk und Cerber – sie infizieren Rechner und Netzwerke auf verschiedene Art und Weise. Der Erpressungs-Trojaner Erebus beispielsweise attackiert speziell Windows-Systeme, verschlüsselt Dateien und verlangt von den Opfern 90 Dollar Lösegeld.

Die Schadsoftware Locky kam vor rund einem Jahr auf und befällt sowohl Windows- wie auch Mac-Rechner. Locky verbreitet sich durch Office-Dokumente im Anhang von E-Mails, die getarnt als Rechnungen verschickt werden – und verschlüsselt alle Dateien auf den infizierten Computern.

Weitere Infos zu den verschiedenen Ransomware-Varianten – wie man sein Unternehmen vor einem Befall schützen kann – gibt’s in der folgenden Infografik:

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Quelle: DiscoverTec

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Alle Kommentare [2]

  1. ich find es toll, wenn wir das Thema deutschen Unternehmern nahe bringen wollen dann englische Grafiken zu benutzen. Ich denke spätestens da hat der Unternehmer weggeklickt und wir haben Ihn nicht erreicht. Die Gefahr das er diese Information dann seinen Nachgeordneten weiterleitet ist, denke ich, auch sehr gering, er hat es ja nicht verstanden – warum sollte er es tun. Lasst uns doch mehr in unserer Sprache kommunizieren, dann erreichen wir auch die Adressaten und nicht nur Leute, die das Thema sowieso verstehen aber nicht die Möglichkeit haben, entscheidenderen Einfluss zu nehmen

  2. Hallo Herr Tambach, ich gebe Ihnen recht: Finde Informationen auf Deutsch generell auch besser. Leider gibt es in vielen Themenfeldern rund um IT und Internet aber oft nur englischsprachige Quellen. Ich werde mich aber weiterhin bemühen, noch mehr auf deutschsprachige Informationen zurückzugreifen.